Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass sie vor knapp zwei Wochen im Gazastreifen einen Finanzmann der radikalislamischen Hamas getötet hat. Laut dem israelischen Armeesprecher Avichay Adraee wurde Abdel Hai Sakut am 13. Dezember gemeinsam mit Raed Saad, dem Kommandanten für die Waffenproduktion der Hamas im Gazastreifen, getötet. Sakut soll zur "finanziellen Abteilung des bewaffneten Arms" der Hamas gehört haben.
Im vergangenen Jahr sei Sakut laut Adraee dafür zuständig gewesen, "dutzende Millionen Dollar zu sammeln und an den bewaffneten Arm der Hamas zu überweisen".
Die Tötung von Raed Saad hatte das israelische Militär bereits am 14. Dezember gemeldet. Der Hamas-Chef im Gazastreifen, Chalil al-Hajja, bestätigte den Tod Saads und "seiner Gefährten", nannte Sakut dabei aber nicht namentlich.
Seit 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine Waffenruhe zwischen Hamas und Israel. Trotzdem werfen sich beide Seiten immer wieder gegenseitig Verstöße gegen die Feuerpause vor.
Im Oktober 2023 überfielen Hamas-Kämpfer und verbündete Gruppen Israel und töteten dabei mehr als 1.200 Menschen. Rund 250 Menschen wurden damals als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Im darauf folgenden Krieg wurden nach Angaben der Hamas im Gazastreifen mehr als 70.000 Menschen getötet. Diese Zahlen lassen sich allerdings nicht unabhängig überprüfen.