Israel hat offenbar erstmals die Hochleistungslaserwaffe Iron Beam in einem echten Kampfeinsatz verwendet. Die Waffe soll in der Nacht zum Montag mehrere Hisbollah-Raketen über Nordisrael neutralisiert haben.
Videos in den sozialen Medien sollen den historischen Einsatz des Lasersystems dokumentieren. Bereits im Dezember hatte die israelische Armee die Laserabwehrwaffe erhalten und für den Ernstfall vorbereitet.
Wie focus.de berichtet, können mit Iron Beam laut US-Angaben beispielsweise Drohnen für rund vier Dollar pro Einsatz abgewehrt werden. Das System verfüge zudem über ein praktisch unbegrenztes Magazin.
Der Kostenvorteil ist enorm: Herkömmliche Iron-Dome-Abfangraketen kosten zwischen 15.000 und 20.000 Dollar pro Stück. Meist werden sogar zwei auf ein Ziel abgefeuert. Iron Beam arbeitet dagegen nur mit Strom und braucht keine Munition.
Das Lasersystem kann Ziele in einer Entfernung von mehreren Kilometern abschießen. Kollateralschäden werden laut Israel erheblich reduziert - besonders in dicht besiedelten Gebieten ein großer Vorteil.
Das israelische Verteidigungsministerium hat bereits angekündigt, dass künftig auch Laserabwehrwaffen auf Flugzeugen installiert werden sollen. Der Hochenergie-Laser hat eine Leistung von mindestens 100 Kilowatt und gehört damit weltweit zu den stärksten seiner Art.
Einen Nachteil gibt es allerdings: Die Wirksamkeit des Laserstrahls kann durch Witterungseinflüsse wie Nebel oder aufgewirbelten Staub beeinträchtigt werden. Dennoch gilt Iron Beam als möglicher Wendepunkt für die israelische Luftverteidigung.