Aus Österreich wurde kurzerhand Australien! Motorsport-Hoffnung Emma Felbermayr sorgte am Wochenende in Silverstone für einen kuriosen Lacher.
Die 19-jährige Oberösterreicherin nutzte ein Rennen der britischen Formel 4 als Vorbereitung für die F1 Academy, die Anfang Juli ebenfalls in Silverstone gastiert. Dabei passierte den Veranstaltern allerdings ein peinlicher Fehler: In der offiziellen Ergebnisliste wurde Felbermayr nicht als Österreicherin, sondern als Australierin geführt.
Die Welserin nahm das Missgeschick mit Humor. "Zumindest stand es auf dem Auto richtig drauf", scherzte sie gegenüber der "Krone" über ihren unfreiwilligen "Nationenwechsel".
Für Felbermayr standen ohnehin andere Dinge im Vordergrund. Die Audi-Pilotin wollte auf der anspruchsvollen Strecke möglichst viele Kilometer sammeln, da sie im Gegensatz zu vielen Konkurrentinnen zuvor noch nie in Silverstone gefahren war.
"Ich wollte einfach mehr Erfahrung auf dieser Strecke sammeln. Ich wusste, dass ich mehr Arbeit reinstecken muss als die anderen Mädels", erklärte die 19-Jährige. Die Testfahrten verliefen vielversprechend, im Qualifying machte ihr allerdings der starke Wind zu schaffen. "Die Strecke hat sich dadurch extrem verändert. Da habe ich mich schwergetan", so Felbermayr. In den Rennen lief es anschließend durchwachsen.
Trotzdem zog das österreichische Motorsport-Talent ein positives Fazit: "Das Hauptziel war, Erfahrung zu sammeln – und genau das haben wir geschafft." In der F1 Academy läuft es für Felbermayr derzeit ohnehin hervorragend. Nach zwei von sechs Rennwochenenden liegt sie in der Gesamtwertung auf dem starken zweiten Platz und darf weiter von einer Top-Saison träumen.