Pasta la vista, baby! In Italien spitzt sich die Lage zu: Lastwagenfahrer blockieren in weiten Teilen Süditaliens Straßen und Autobahnzufahrten, um gegen steigende Lebenshaltungskosten und hohe Dieselpreise zu protestieren.
Die Folgen sind dramatisch: Einige der größten Pastahersteller des Landes mussten am Montag ihre Produktion einstellen. Betroffen sind unter anderem Rummo aus Kampanien, La Molisana und Garofalo. Der Grund: Die Rohstoffvorräte an Hartweizengrieß sind erschöpft, frische Lieferungen bleiben aus.
Wie 20 Minuten berichtet, bestätigte Cosimo Rummo, Chef des gleichnamigen Unternehmens, gegenüber La Repubblica die prekäre Situation. Auch an Tankstellen macht sich der Streik bemerkbar - manche Zapfsäulen in Süditalien sind bereits leer.
Doch nicht nur der Lkw-Streik macht der Regierung Sorgen. Am vergangenen Wochenende kam es in Mailand zu schweren Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen hohe Lebenshaltungskosten. Was als friedlicher Protest begann, eskalierte in Gewalt und Plünderungen.
Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reagierte prompt: Am Dienstagabend verabschiedete das Kabinett ein Sicherheitsdekret mit harten Maßnahmen.
Wer bei Protesten Gegenstände wirft oder Stöcke einsetzt, riskiert künftig zwei bis fünf Jahre Freiheitsstrafe sowie bis zu 20.000 Euro Buße.
Organisatoren gewalttätiger Kundgebungen drohen sogar vier bis zwölf Jahre Haft. Eltern minderjähriger Gewalttäter können mit Bußen zwischen 500 und 1.000 Euro belegt werden.
Zudem entsendet die Regierung 500 Soldaten nach Mailand, um die Polizei zu unterstützen.
Meloni verteidigte die Maßnahmen nach der Kabinettssitzung deutlich: "Es gibt das Recht zu demonstrieren, aber nicht das Recht, unsere Städte zu plündern."