Schnell mal auf dem Weg die Route zum Restaurant auf dem Handy checken - solche Aktionen könnten Fußgänger in Italien bald teuer zu stehen kommen. Das italienische Verkehrsministerium unter Matteo Salvini prüft derzeit ein Smartphone-Verbot für Fußgänger beim Überqueren der Straße.
Im Zuge einer Überarbeitung der Straßenverkehrsordnung, die auch höhere Bußgelder für Raser enthält, diskutiert das Ministerium Strafen von mindestens 75 Euro für Fußgänger, die beim Überqueren der Straße auf ihr Smartphone schauen.
Das Verbot soll auch für die Nutzung eines offiziellen Fußgängerüberwegs gelten, schreibt heise.de. Das Verkehrsministerium habe bestätigt, dass ein entsprechender Entwurf vorliege.
Laut italienischen Medienberichten soll das Verbot auch für andere elektronische Geräte wie Laptops, Tablets und Digitalkameras gelten. Kopfhörer und Freisprecheinrichtungen sollen aber erlaubt bleiben - vorausgesetzt, die Sicherheit wird nicht beeinträchtigt und man kann noch ausreichend mit beiden Ohren hören.
Der Gesetzesvorschlag sei eine Reaktion auf häufig auftretende Unfälle, bei denen abgelenkte Fußgänger verantwortlich gemacht werden. Italienische Gerichte hätten in mehreren Urteilen unvorsichtigen Passanten eine Mitschuld an Unfällen zugesprochen.
Noch ist nichts fix: Branchenverbände können bis zum 13. September Stellung nehmen. Die endgültige Fassung soll anschließend ausgearbeitet werden und wird für Mitte Oktober erwartet.