Urlaubsland verschärft

Italien: Bald zahlt man pro km/h zu viel

Italien plant neue Tempo-Bußgelder, die pro Kilometer pro Stunde abgerechnet werden. Auf Autobahnen droht schon ab 21 km/h ein Fahrverbot.
Technik Heute
13.08.2026, 11:07
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Italien plant eine grundlegende Reform seiner Bußgelder für Tempoverstöße. Künftig soll jeder Kilometer pro Stunde über dem Tempolimit einzeln abgerechnet werden - das kann für Urlauber teuer werden.

Konkret sieht der Entwurf auf Straßen bis Tempo 50 vor: Bis zu einer Überschreitung von 20 km/h werden fünf Euro pro km/h fällig. Bei mehr als 20 km/h zu viel wird der gesamte Verstoß mit zehn Euro pro km/h berechnet. Das bedeutet: 20 km/h zu viel kosten 100 Euro, 21 km/h bereits 210 Euro.

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Wie chip.de unter Berufung auf das italienische Automagazin Quattroruote berichtet, soll der Entwurf bis Oktober 2026 fertiggestellt werden. Das Bußgeld wird dabei nach dem Toleranzabzug berechnet - vom Messwert werden fünf Prozent, mindestens aber 5 km/h, abgezogen.

Fahrverbot schon ab 21 km/h zu viel

Besonders streng wird es auf Autobahnen: Schon ab 21 km/h Überschreitung droht ein Fahrverbot von 15 Tagen und vier Punkte Abzug. Bei 41 bis 60 km/h zu viel sind es bereits 30 Tage Fahrverbot und sechs Punkte. Wer das Tempolimit um mehr als 60 km/h überschreitet, muss mit 90 Tagen Fahrverbot und acht Punkten rechnen.

Auf innerstädtischen Straßen bis Tempo 50 gelten zunächst mildere Regeln. Erst ab einer Überschreitung von mehr als 40 km/h droht hier ein Fahrverbot von 15 Tagen, darüber 30 Tage.

Strafe verfolgt dich bis nach Österreich

Wichtig für österreichische Autofahrer: Italienische Bußgelder können auch hierzulande vollstreckt werden, sobald Geldbuße und Verfahrenskosten zusammen mindestens 70 Euro betragen.

Wer aktuell in Italien geblitzt wird, zahlt nach dem bestehenden System: 20 km/h zu viel kosten mindestens 175 Euro, mehr als 50 km/h mindestens 545 Euro. Zwischen 22 und 7 Uhr steigen die Mindestbußen sogar um ein Drittel.

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