Heiraten scheint bei den Jungen und Junggebliebenen wieder Trend zu sein. War es bei der 68 Generation verpönt, marschieren deren Kinder im Eilschritt den Gang zum Altar entlang. Es kann ihnen einfach nicht schnell genug gehen. Wenn eine der Damen im Freundes- oder Arbeitskreis beginnt, müssen die anderen wie die Lemminge folgen. Es werden Verlobungsringe auf Facebook und Twitter gepostet und der Vergleich wer den Größten hat beginnt.
Heiraten scheint bei den Jungen und Junggebliebenen wieder Trend zu sein. War es bei der 68 Generation verpönt, marschieren deren Kinder im Eilschritt den Gang zum Altar entlang. Es kann ihnen einfach nicht schnell genug gehen. Wenn eine der Damen im Freundes- oder Arbeitskreis beginnt, müssen die anderen wie die Lemminge folgen. Es werden Verlobungsringe auf Facebook und Twitter gepostet und der Vergleich „wer den Größten hat“ beginnt.
Hochzeitsmessen und Wedding-Blogs sprießen aus dem Boden und Wedding-Planer scheint der neueste Traumberuf zu sein. Auch TV-Serien ziehen mit und bringen Formate für die angehenden Bräute auf den Markt. Das junge Glück wird in den Sendungen unterschiedlichen Strapazen ausgesetzt: Verlobte müssen ohne Kontakt zu ihrer Zukünftigen die Hochzeit alleine planen, angehende Bräute müssen mit vier anderen um eine gesponserte Hochzeitsreise konkurrieren oder es muss das Kleid für den angeblich wichtigsten Tag ihres Lebens mit Hilfe der Familie gefunden werden.
Das Brautkleid ist eines der sensibelsten Themen einer Hochzeit. Oft muss dieses Kleid Kleinmädchenträume erfüllen und den Erwartungen ganzer Generationen entsprechen. Großmütter, Mütter, Schwestern und vielleicht auch noch Cousinen, sie alle wollen in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Aber bleibt bei all dem Tamtam nicht das Wesentliche auf der Strecke? Warum ist es jetzt wieder „cool“ zu heiraten? Ist es das überhaupt oder ist es nur ein weiteres Must-Have, das schnell konsumiert wird und wie eine teure Designerhandtasche im begehbaren Kleiderschrank abgestellt wird.