Schlechte Gerüche aus dem Badezimmer-Abfluss sind lästig und hartnäckig. Ein viraler Trend aus Japan verspricht nun Abhilfe - und zwar mit unlackierten Holz-Essstäbchen, die man neben den Abfluss legt.
Die Essstäbchen wirken dabei wie eine Art passiver Geruchsfilter. Sie binden etwas Feuchtigkeit direkt am Abfluss und können so Gerüche leicht abmildern. Das funktioniert vor allem dann, wenn das Problem noch nicht sehr stark ausgeprägt ist und der Abfluss nur selten benutzt wird.
Wie chip.de berichtet, ist dabei wichtig, dass die Stäbchen selbst nicht dauerhaft feucht werden. Bleiben sie ständig nass, können sie aufquellen, verschimmeln und so eher neue Geruchsquellen schaffen.
Experten sehen den Trend eher als Ergänzung, nicht als Lösung. Schlechte Gerüche in Innenräumen hängen häufig mit Feuchtigkeit, mangelnder Lüftung und organischen Ablagerungen zusammen. In Abflüssen ist das vor allem der sogenannte Biofilm - ein Belag im Siphon, der immer wieder riechen kann.
Holz nimmt zwar Geruch und Feuchtigkeit auf, verändert aber nichts am Zustand des Abflusses. Es handelt sich um eine Art "Kosmetik" für das Raumklima, nicht um eine Reparatur der eigentlichen Ursache.
Damit das Bad dauerhaft frisch riecht, führt an einigen Basismaßnahmen kein Weg vorbei: Der Siphon sollte regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Haare und grobe Schmutzpartikel gehören in den Mülleimer, nicht in den Abfluss.
Waschbecken sollten nicht über lange Zeit ungenutzt bleiben, denn in stehendem Wasser entwickeln sich Gerüche schneller. Regelmäßiges Lüften hilft, die Luftfeuchtigkeit im Bad zu senken.
Falls trotz Reinigung weiterhin starker Abflussgeruch auftritt, kann es an tiefer liegenden Ablagerungen im Rohrsystem oder an baulichen Problemen liegen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, eine Sanitärfirma einzuschalten.