Experten-Tipp

So hilft ein Hocker im Bad deiner Gesundheit

Die westliche Toilette zwingt uns in eine Haltung, die Probleme verursachen kann. Ein einfacher Trick schafft Abhilfe - und kostet fast nichts.
Technik Heute
06.06.2026, 16:50
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Wer kennt es nicht: Man sitzt auf der Toilette, drückt und presst - und trotzdem will es nicht so richtig klappen. Das Problem liegt nicht bei dir, sondern bei der Bauweise unserer westlichen Klos. Die Sitzposition mit Beinen im 90-Grad-Winkel ist nämlich anatomisch nicht ideal für den Stuhlgang.

Was viele nicht wissen: In dieser Haltung klemmt ein Schließmuskel im Körper (der sogenannte Musculus puborectalis) den Enddarm leicht ab. Das kann auf Dauer zu schmerzhaften Problemen führen - etwa Hämorrhoiden oder Verstopfung.

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Wie chip.de berichtet, gibt es dafür eine erstaunlich einfache Lösung: ein kleiner Hocker vor der Toilette. Stellt man die Füße darauf, nehmen die Oberschenkel einen Winkel von etwa 30 bis 35 Grad zum Oberkörper ein - und das ist die ideale Position.

Die natürliche Hockhaltung als Vorbild

In vielen Ländern Asiens und Afrikas sind Toiletten oft einfache Löcher im Boden. Das mag für uns befremdlich wirken, hat aber Vorteile: In der Hockhaltung befindet sich der Enddarm in der perfekten Position. Das ergibt auch evolutionsbiologisch Sinn - unsere Vorfahren haben sich schließlich einfach in der Natur hingehockt.

Das Wirkprinzip wurde bereits von der deutschen Autorin Giulia Enders in ihrem Bestseller "Darm mit Charme" beschrieben. Mit einem Toilettenhocker kann man diese natürliche Haltung auch auf der modernen Porzellan-Toilette nachempfinden.

So machst du es richtig

Stelle einen kleinen Hocker oder eine Erhöhung vor dein WC und platziere deine Füße darauf. Achte darauf, dass deine Oberschenkel etwa einen Winkel von 30 bis 35 Grad zum Oberkörper haben. Zusätzlich kannst du dich ein wenig nach vorne beugen. Das entlastet den Beckenboden und macht den Toilettengang deutlich angenehmer.

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