Am 30. Juni starten starten knapp 500.000 Kinder und Jugendliche in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland in die Sommerferien. Der Lehrermangel ist seit mehreren Jahren ein großes Thema im Bildungsbereich. Die anstehende Pensionierungswelle trifft vor allem die Pflichtschulen.
Die Belastung sei hoch. Als Gegenmaßnahme werden Lehramtsstudierende im Unterricht eingesetzt und Quereinsteiger angeworben.
Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) sprach im "Ö1-Morgenjournal" über die Baustellen im Bildungssektor. So ist das österreichische Schulsystem im internationalen Vergleich teuer. Das liege laut Polaschek daran, dass es sehr viele Kleinschulen in Regionen gibt und diese teurer sind als größere Schulkomplexe. Er möchte das aber nicht ändern: "Ich halte es für einen großen Wert, dass Kinder möglichst nah an ihrem Wohnort in die Schule gehen können."
Ein weiteres Problem: Ein Fünftel der Schüler kann nach der Pflichtschule nicht sinnerfassend lesen, "Heute" berichtete. Polaschek verwies dabei auf die neuen Lehrpläne ab dem kommenden Schuljahr. "Das Lesen ist mir persönlich auch ein wichtiges Thema und wir werden entsprechende Initiativen starten."
Das Problem trifft vor allem Kinder aus bildungsfernen Schichten. Polaschek betonte, dass es aber bereits viele Förderstunden gebe.
Beim Lehrermangel habe man mit der Quereinsteiger-Regelung früh entsprechende Maßnahme in die Wege geleitet und auch im Personalmanagement Schritte umgesetzt. Es gehe auch darum, Lehrer vom hohen administrativen Aufwand entlasten. "Wir sind im intensiven Austausch mit der Standesvertretung", so der Bildungsminister.
Als weiteren Punkt nannte Polaschek, dass er die Lehrerausbildung ändern möchte. So soll der Bachelor drei Jahre und der Master nur mehr zwei Jahre dauern.