ÖSV-Star Fabio Gstrein rettet zum Abschluss die Ehre der österreichischen Ski-Herren! Der Tiroler erobert am Montag in Bormio Silber im Slalom, verpasst um lediglich 0,35 Sekunden die ganz große Sensation und Gold.
Den Olympiasieg sichert sich der Schweizer Loic Meillard – auch weil Halbzeit-Leader Atle Lie McGrath in der Entscheidung die Nerven und die Kontrolle verliert und ausscheidet. Er ging mit sechs Zehntel Vorsprung auf Meillard ins Rennen. So rutscht auch Henrik Kristoffersen durch einen entfesselten zweiten Durchgang als Dritter noch aufs Stockerl.
Gstrein holt damit im vierten und letzten Einzelrennen der Männer die erste Medaille: "Es ist richtig lässig", schnaufte der 28-Jährige direkt nach der Zielankunft durch. "Ich kann schon richtig stolz sein."
Der goldene Meillard strahlt: "Ich habe mir gedacht: Alles oder nichts. Dass es geklappt hat, ist einfach unglaublich."
Österreichs Medaillen-Helden
🥈Sabine Payer – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥇Benjamin Karl – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥈Jonas Müller – Rodel-Einsitzer (Tag 2)
🥈Manuel Feller / Vincent Kriechmayr – Ski-Kombi (Tag 3)
🥇Ariane Rädler / Katharina Huber – Ski-Kombi (Tag 4)
🥈Johannes Lamparter – Nordische Kombi, 10km (Tag 5)
🥉Selina Egle / Lara Kipp – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥈Thomas Steu / Wolfgang Kindl – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥉Cornelia Hütter – Super-G (Tag 6)
🥇Alessandro Hämmerle / Snowboard-Cross (Tag 6)
🥉Jakob Dusek – Snowboard-Cross (Tag 6)
🥈Lisa Schulte, Thomas Steu/Wolfgang Kindl, Jonas Müller, Selina Egle/Lara Kipp – Rodel-Teamstaffel (Tag 6)
🥇Janine Flock – Skeleton (Tag 8)
🥈Fabio Gstrein – Slalom (Tag 10)
Manuel Feller und Vincent Kriechmayr eroberten zuvor in der Teamkombi bereits Silber. Feller war auch im Spezialslalom einer der Gold-Favoriten, hatte im Jänner mit dem Kitzbühel-Triumph für eine Goldstunde gesorgt. Im dichten Schneetreiben ist für den Tiroler aber schon nach der ersten Zwischenzeit des ersten Durchgangs Endstation.
Der 33-Jährige sagt: "Es war definitiv die Bodensicht und die nachlassende Piste. Man sieht die Unebenheiten nicht und dann ist der Lauf auch noch so eng gesetzt. Da hat mich eine kleine Unebenheit überrascht. Da sind mir die Skispitzen gekommen und dann war es schnell vorbei. Auf dem Hang und in diesem Rennen gewinnt man nicht, wenn man nichts riskiert. Also ich kann mir nichts vorwerfen."
Fellers Olympia-Fazit: "Ich nehme was mit heim. Jetzt wiegt die Silbermedaille umso mehr. Aber im Moment überwiegt das negative Gefühl über den Ausfall."
Michael Matt wird mit 2,14 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit Achter, Marco Schwarz belegt mit 2,18 Sekunden Verspätung den zehnten Rang.
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