Ausgerechnet vor dem krönenden Ski-Abschluss der Herrenrennen in Bormio kam in der Nacht auf Montag der Wetterumbruch. Sonne weg, Neuschnee da! Die ÖSV-Stars müssen sich bei den Olympischen Winterspielen durch dichtes Schneetreiben mit schlechter Sicht kämpfen.
Dem Kitzbühel-Triumphator ist die Enttäuschung deutlich anzumerken: "Es war definitiv die Bodensicht und die nachlassende Piste. Man sieht die Unebenheiten nicht und dann ist der Lauf auch noch so eng gesetzt. Da hat mich eine kleine Unebenheit überrascht. Da sind mir die Skispitzen gekommen und dann war es schnell vorbei. Auf dem Hang und in diesem Rennen gewinnt man nicht, wenn man nichts riskiert. Also ich kann mir nichts vorwerfen."
Fellers Olympia-Fazit: "Ich nehme was mit heim. Jetzt wiegt die Silbermedaille umso mehr. Aber im Moment überwiegt das negative Gefühl über den Ausfall." In der Team-Kombi raste er mit Vincent Kriechmayr auf Platz zwei.
Österreichs Medaillen-Helden
🥈Sabine Payer – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥇Benjamin Karl – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥈Jonas Müller – Rodel-Einsitzer (Tag 2)
🥈Manuel Feller / Vincent Kriechmayr – Ski-Kombi (Tag 3)
🥇Ariane Rädler / Katharina Huber – Ski-Kombi (Tag 4)
🥈Johannes Lamparter – Nordische Kombi, 10km (Tag 5)
🥉Selina Egle / Lara Kipp – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥈Thomas Steu / Wolfgang Kindl – Rodel-Doppelsitzer (Tag 5)
🥉Cornelia Hütter – Super-G (Tag 6)
🥇Alessandro Hämmerle / Snowboard-Cross (Tag 6)
🥉Jakob Dusek – Snowboard-Cross (Tag 6)
🥈Lisa Schulte, Thomas Steu/Wolfgang Kindl, Jonas Müller, Selina Egle/Lara Kipp – Rodel-Teamstaffel (Tag 6)
🥇Janine Flock – Skeleton (Tag 8)
Schon im ersten Durchgang fordern die erschwerten Bedingungen prominente Opfer. Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen scheitert ebenso früh wie die beiden Topfahrer Paco Rassat und Eduard Hallberg. Leider erwischt es dann auch Feller mit Startnummer elf früh.
Bei der ersten Zwischenzeit fehlen Feller bereits 0,32 Sekunden auf Halbzeit-Leader Atle Lie McGrath – der Norweger ist bekanntlich sogar Mitglied im Feller-Fanklub. Wenige Augenblicke später ist der Traum von Gold für den Tiroler ausgeträumt.
Im Slalom lässt Fabio Gstrein das ÖSV-Team auf die erste Herren-Einzelmedaille hoffen. Der Vorarlberger liegt hinter McGrath und dem Schweizer Loic Meillard auf Rang drei. Auf Gold fehlen allerdings schon 0,94 Sekunden.