Jetzt wird auch noch unser Urlaub teurer

Voll erwischt: Die Teuerungswelle trifft nun auch die Reisebranche.
Voll erwischt: Die Teuerungswelle trifft nun auch die Reisebranche.Getty Images/iStockphoto
Fernwehgeplagte müssen für den Urlaub wohl bald deutlich tiefer in die Tasche greifen. Reise-Experte Ruefa rät deshalb, möglichst bald zu buchen.

Die massiv gestiegenen Sprit-, Strom- und Gaspreise machen jetzt auch Reisen teurer. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass von der allgemeinen Preissteigerung auch der Urlaub betroffen sein wird. Wer sparen will, sollte jetzt noch rasch buchen“, warnten deshalb am Dienstag die Ruefa-Geschäftsführer Helga Freund und Michele Fanton.

Schlechte Nachrichten auch für alle, die in der Hoffnung auf coole Last-Minute-Angebote zuwarten wollen: Die klassische Schnäppchenjagd im Sommer wird wohl entfallen, weil entsprechende Angebote fehlen, so Fanton. Allerdings könnte es gleich nach Ostern noch einige Sonderaktionen und Sonderangebote geben, um Stimmung für den Sommerurlaub zu machen.

Vor allem Fliegen wird kostspieliger

Wie hoch die Teuerung konkret ausfallen wird, lässt sich laut Fanton derzeit nicht abschätzen. Er geht aber davon aus, dass sich vor allem "dort, wo geflogen wird", die gestiegenen Kerosinpreise bemerkbar machen werden. Heißt: Je länger die Strecke ist, desto mehr wird man draufzahlen müssen. In den Nachbarländern dürfte das Preisplus weniger stark durchschlagen. Bereits bestehende Buchungen sind von den Preiserhöhungen laut Helga Freund nicht betroffen. Hier gibt es die Zusage großer Anbieter, auf die Weitergabe der zusätzlichen Kosten zu verzichten.

84 Prozent planen fix einen Urlaub

Und wie sieht’s im der Reiselust im Land aus? Laut der Umfrage "Ruefa Reisekompass 2022" haben schon 84 Prozent für heuer zumindest einen Urlaub geplant. Unterm Strich wollen die Österreicher 2022 zumindest 18 Tage verreisen. Der Haupturlaub soll dabei 11 Tage dauern. Auch abgefragt – das Budget. Im Schnitt wollen wir fürs Verreisen 1.550 Euro pro Person ausgeben. Das sind 70 Euro weniger als vor der Pandemie.

Ebenfalls spannend: 66 Prozent wollen in diesem Jahr mit dem eigenen Auto verreisen – nach 49 Prozent im Jahr 2020. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Umfrage im Februar kurz vor der massiven Spritpreiserhöhung gemacht wurde. Das Flugzeug möchten 36 Prozent (2020: 45 Prozent) nutzen, 19 Prozent (2020: 12 Prozent) planen, mit dem Zug in den Urlaub zu fahren.

76 Prozent entspannen auch in der Heimat

Drei von vier Österreichern (konkret 76 Prozent) wollen in Europa bzw. Österreich entspannen, nur 20 Prozent zieht’s bedingt durch die Unsicherheiten wegen Corona in die weite Ferne. Top-Europa-Ziele sind heuer Italien (36 Prozent), Kroatien (31 Prozent), Deutschland (20 Prozent), Griechenland (13 Prozent) und Spanien mit den Kanaren (12 Prozent). Bei den Fern-Destinationen haben die USA mit 23 Prozent wieder die Nase vorn. Dahinter rangieren Thailand (9 Prozent), Malediven (8 Prozent, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE, 8 Prozent) und die Dominikanische Republik (6 Prozent).

Beliebtheitssieger in der Kategorie Heimaturlaub ist die Steiermark. Hier wollen dürften heuer 32 Prozent zumindest einmal Ferien machen. Ebenfalls top sind Kärnten (28 Prozent) und Salzburg (27 Prozent). Am wenigsten punkten kann Vorarlberg mit 7 Prozent.

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