Wenig Umsatz, hohe Schulden

Jobs weg – Modehändler pleite, schließt Filialen

Die Krise fordert ein weiteres Opfer: Ein bekannter Modehändler schlitterte in die Insolvenz. Jetzt werden Niederlassungen geschlossen.
Oberösterreich Heute
07.11.2024, 17:28
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Die Firma hat eine Jahrhunderte lange Tradition: 1884 wurde der Betrieb gegründet, bis heute verkauft Egger Moden im Mühlviertel Kleidung mit einem Schwerpunkt auf Tracht. Das Familienunternehmen wird in mittlerweile vierter Generation geführt.

Jetzt die bitte Nachricht: Die Gesellschaft musste ein Sanierungsverfahren beantragen. Die Ursache: die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit einem geänderten Konsumverhalten. Bis zu Corona erwirtschaftete Egger ausschließlich positive Jahresergebnisse.

Hohe Verluste

Die Umsatzeinbußen sowie die gestiegenen Energie-, Miet- und Personalkosten waren bei einer unveränderten Fortführung nicht mehr verkraftbar, so der KSV. Eine Analyse ergab, dass die Zentrale in Unterweißenbach und die Filiale in Unterweitersdorf (beide Bez. Freistadt) hohe Verluste erwirtschaftet haben. Diese konnte der dritte Standort in Rohrbach-Berg nicht ausgleichen.

Die Schließungskosten für die beiden Filialen können ohne Insolvenz nicht finanziert werden, erklärt der Kreditschutzverband weiter. Die Schulden werden mit rund 1,3 Millionen Euro beziffert, das Vermögen mit 267.000 Euro.

16 Mitarbeiter – der größte Teil davon in Teilzeit – und 98 Gläubiger sind betroffen. Wie viele Menschen ihren Job verloren werden, ist noch nicht bekannt.

Pleite erschüttert Immo-Branche

Die RealSeven GmbH ist seit acht Jahren in Wartberg (Bez. Freistadt) aktiv – ihr Zweck: die Errichtung des gewerblichen Geschäftszentrums "Consento Vision Park". Das Problem: Die Fertigstellung ist bis heute nicht gelungen.

Interne Zerwürfnisse verschärften die Lage zusätzlich, Gesellschafter- und Geschäftsführerwechsel waren die Folge. Die Schulden sind enorm.

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