Nun sollen Jogger beim Sport Masken tragen

Ein spezieller Maskenzwang für Jogger war bisher kaum ein Thema.
Ein spezieller Maskenzwang für Jogger war bisher kaum ein Thema.Getty Images/iStockphoto
Mit einer umstrittenen Forderung macht eine Uni-Professorin von sich reden: Jogger sollen die Maske aufsetzen, wenn sie an anderen vorbeisprinten.

Mit einer höchst umstrittenen Forderung macht jetzt Trisha Greenhalgh, Professorin an der renommierten University of Oxford, von sich reden: Joggende Personen würden eine Gefahr für ihre Mitmenschen darstellen, wenn sie an anderen vorbeisprinten, da sie diese dabei mit dem Coronavirus anstecken könnten.

"Es gibt keinen Zweifel, dass das Coronavirus in der Luft ist. Und es gibt keinen Zweifel daran, dass man sich das Virus einfängt, wenn man die Luft einatmet, die andere ausgeatmet haben", sagte sie in der Sendung "Good Morning Britain" auf ITV. Der trainierende, schwer schnaufende und keuchende Jogger, stelle eine Gefahr dar. Dies insbesondere deshalb, da 40 Prozent der Ansteckungen durch an Covid-19 erkrankte Menschen erfolge, die keine Symptome verspürten.

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Man könne ja eine Maske tragen und sie hochziehen, wenn man an Mitmenschen vorbeisprinte - das dauere jeweils zwei Sekunden. Auch Devi Sridhar, Professorin für Öffentliche Gesundheit an der University of Edinburgh, pflichtet Greenhalgh bei, dass Jogger und Radfahrer in belebten Arealen wie Parks Masken tragen sollten.

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"Hören Sie auf, Hysterie zu schüren"

Mit diesen Aussagen löste Greenhalgh hitzige Diskussionen aus. Auch die Reaktionen von Kollegen ließen nicht auf sich warten. Jake Dunning, Spezialist für Infektionskrankheiten am Imperial College in London, bemängelte, diese Forderung rücke den Fokus weg von hochriskanten Ansteckungsherden in Räumen. "Jogger zum Tragen einer Maske aufzufordern ist bezüglich der Ansteckungsgefahr völlig unverhältnismäßig", so Dunning. Er wandte sich an Greenhalgh, sie solle "aufhören, Hysterie und Ängste zu schüren".

Auch der frühere Labour-Abgeordnete Tom Watson hat wenig Verständnis. "Für Millionen von Menschen war Joggen während des Lockdowns das Einzige, das ihnen blieb. Ich selbst kann mir nicht vorstellen, mit einer Maske im Gesicht zu rennen." Das Einzige, was zähle, sei das Einhalten der Mindestdistanz. "Wer joggen geht, sollte es vermeiden, nahe bei anderen Personen zu rennen."

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