Der Streit um reservierte Pool-Liegen sorgt in vielen Hotels immer wieder für Ärger. Gäste stehen oft schon frühmorgens auf, um ihre Plätze zu sichern, während andere sich über das Verhalten aufregen. In manchen Anlagen greifen sogar Mitarbeiter ein und räumen die Tücher weg.
Der Brite Tom Caunce hat sich für eine andere Taktik entschieden: Er streut Juckpulver auf die Tücher derjenigen, die Liegen reservieren, aber kaum nutzen. Der 31-Jährige wollte damit ein Zeichen setzen, nachdem ihn das Verhalten anderer Urlauber verärgert hatte.
Zunächst beobachtete Caunce mehrere Tage lang, welche Gäste regelmäßig Liegen blockieren. Sein erstes Ziel war ein Ehepaar, das täglich mehrere Sonnenliegen belegte, aber kaum Zeit am Pool verbrachte. Beim ersten Versuch bemerkte die Frau offenbar etwas Ungewöhnliches und tauschte ihr Tuch aus – doch Caunce ließ sich nicht entmutigen.
Bei einem weiteren Versuch rieb er das Juckpulver gezielt in die Tücher eines anderen Paares. Als der Liegen-Reservierer schließlich kam, begann er sich zu kratzen und sprang nach kurzer Zeit in den Pool. Die Szene beobachtete Caunce aus der Ferne.
Die Videos der Aktion wurden millionenfach angesehen und spalten das Netz: Während manche User Caunce als „Genie“ feiern, werfen andere ihm Belästigung oder sogar strafbares Verhalten vor. Einige bezweifeln zudem die Echtheit der Videos.
Ob der Einsatz von Juckpulver tatsächlich illegal ist, hängt vom Einzelfall ab. Da die Vorfälle auf Mallorca stattfanden, gilt spanisches Recht. Bereits leichte körperliche Beeinträchtigungen können dort mit einer Geldstrafe geahndet werden. Entscheidend sind die Inhaltsstoffe des Pulvers und die gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen.