Die kroatische Insel Pag zieht die Zügel an: Mit Beginn der Hauptsaison startet die Stadt eine großangelegte Kontrolloffensive unter dem Motto "Kampf der saisonalen Dreistigkeit". Im Visier stehen nicht nur Müllsünder und Falschparker – sondern auch Urlauber, die ihren Lieblingsplatz am Strand schon in den frühen Morgenstunden oder gar über Nacht mit Handtüchern, Liegestühlen oder Zelten "reservieren".
Damit soll eine vielerorts bekannte Urlaubspraxis ein Ende haben: Unbeaufsichtigte Gegenstände sollen laut der Stadtverwaltung von Ordnungshütern rigoros eingesammelt werden. Wer sein Hab und Gut zurückhaben möchte, wird zur Kasse gebeten.
Auch im historischen Zentrum von Pag soll künftig genauer hingesehen werden. Die Stadt fordert Bewohner, Vermieter, Gastronomen und Handwerker auf, öffentliche Bereiche freizuhalten.
Tische, Sonnenschirme, Liegestühle, Fahrräder, Schwimmutensilien oder Wäscheständer dürfen nicht so aufgestellt werden, dass sie Wege blockieren oder den Blick auf die historische Stadt beeinträchtigen.
Die Stadt möchte jedoch ihren unverkennbaren lokalen Charme bewahren, daher gibt es eine klare traditionelle Ausnahme: "Es ist weiterhin erlaubt, einen traditionellen Stuhl (štokelić) und einen kleinen Tisch vor dem eigenen Grundstück aufzustellen, jedoch unter einer klaren Bedingung: Nach Gebrauch müssen sie ins Haus gebracht werden, um den Verkehr auf den Straßen nicht zu behindern", heißt vonseiten der Stadtverwaltung.
Zusätzlichen Druck gibt es im Straßenverkehr. Verkehrskräfte und Polizei wollen verstärkt gegen falsch abgestellte Fahrzeuge vorgehen. Auch das unerlaubte Befahren von Fußgängerzonen soll konsequenter geahndet werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder.
Die Stadt Pag stellt klar: Die Maßnahmen sollen vor allem präventiv wirken und den öffentlichen Raum schützen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss aber mit Strafen rechnen.