Warnung an Reisende

Kuba-Krise eskaliert: Hotelriese sperrt alle Häuser zu

Stromausfälle, Treibstoffmangel, Kreditkarten-Stopp: Kubas Krise trifft auch den Tourismus mit voller Wucht.
Heute Life
21.07.2026, 10:01
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Karibik, Salsa und Oldtimer? Für viele Urlauber war Kuba lange ein Traumziel. Doch inzwischen wird der Traumurlaub zum Risiko. Die Krise auf der Insel verschärft sich dramatisch – und trifft auch eine der wichtigsten Branchen des Landes mit voller Wucht.

Das österreichische Außenministerium warnt vor "nicht unbedingt notwendigen Reisen" nach Kuba. Die Gründe sind vielfältig: Treibstoffmangel, massive Stromausfälle, eine angespannte Versorgungslage und wachsende Probleme bei Transport und Infrastruktur - verschärft durch politische Spannungen und eine Ölblockade der USA.

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Iberostar macht alle Hotels dicht

Jetzt zieht eine große Hotelkette die Reißleine. Der spanische Konzern Iberostar hat mit 20. Juli alle sechs verbliebenen Hotels auf Kuba bis auf Weiteres geschlossen. Bereits im Juni war der Betrieb in den ersten Häusern eingestellt worden.

Als Grund nennt das Unternehmen die schwierige wirtschaftliche Lage auf der Insel gegenüber "Reise vor 9". Auch die Hotelkette Meliá soll zahlreiche Häuser bereits geschlossen haben und kurz vor dem vollständigen Rückzug stehen.

Für Kuba ist das ein schwerer Schlag. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen des Landes – doch für Reisende wird ein Urlaub zunehmend kompliziert.

Touristen werden gewarnt

Der Alltag ist von drastischen Energiesparmaßnahmen geprägt. Benzin und Diesel sind rationiert oder nur schwer erhältlich. Der öffentliche Verkehr wurde eingeschränkt. Touren müssen immer häufiger wegen Treibstoffmangels abgesagt werden – teilweise auch dann, wenn sie bereits gebucht waren.

Außerhalb von Havanna und Varadero ist die Lage besonders schwierig. Eine problemlose Rückkehr könne nicht garantiert werden, selbst wenn Transportunternehmen dies zusichern, heißt es in den Sicherheitshinweisen des Außenministeriums.

Stromnetz bricht immer wieder zusammen

Auch die Stromversorgung bleibt ein großes Problem. Zwischen dem 6. und 14. Juli kam es landesweit gleich dreimal zu einem kompletten Zusammenbruch des Stromnetzes. Die Wiederanbindung aller Provinzen dauerte jeweils mehr als einen Tag.

Die Folgen reichen weit über das Licht im Hotelzimmer hinaus. Stromausfälle können auch die Wasser- und Warmwasserversorgung sowie den Internetzugang beeinträchtigen. Zudem drohen weitere Probleme bei der allgemeinen Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern.

Die Energiekrise belastet auch die ohnehin schon eingeschränkte medizinische Versorgung. Krankenhäuser arbeiten teilweise nur eingeschränkt. Einige Flughäfen mussten wegen Treibstoffmangels bereits geschlossen werden. Zudem können seit dem 9. Februar 2026 ausländische Flugzeuge wegen des Kerosinmangels nicht mehr regulär betankt werden. Die Folge: Flüge nach Kuba finden nur noch eingeschränkt statt.

Visa und Mastercard funktionieren nicht mehr

Für Urlauber kommt ein weiteres Problem hinzu: Seit Anfang Juni können Kreditkarten von Visa und Mastercard auf Kuba nicht mehr verwendet werden.

Hintergrund sind US-Sanktionen und der Rückzug einer ausländischen Bank aus der Zusammenarbeit mit dem kubanischen Finanzdienstleister Fincimex. Internationale Unternehmen fürchten Konsequenzen seitens der USA, wenn sie Geschäfte mit sanktionierten kubanischen Firmen machen.

Derzeit sollen auf Kuba nur noch Karten des chinesischen Systems UnionPay und des russischen Anbieters Mir funktionieren.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.07.2026, 10:01
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