Russland hat wegen der durch ukrainische Angriffe ausgelösten Treibstoffknappheit ein Exportverbot für Diesel verhängt. Das Verbot ist am Mittwoch in Kraft getreten.
Damit soll "die Versorgung des Binnenmarktes verbessert werden", sagte der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak bei einer Konferenz, an der auch Präsident Wladimir Putin teilgenommen hat. Die Maßnahme diene der "Stabilisierung" des Marktes, so Nowak weiter.
Laut ihm gelten die Beschränkungen nicht für "Dieselkraftstoff, der im Rahmen internationaler zwischenstaatlicher Abkommen aus Russland exportiert wird". Laut einer später veröffentlichten Erklärung der Regierung bleibt das Exportverbot bis zum 31. Juli aufrecht.
Durch die verstärkten Angriffe der Ukraine auf die Energieinfrastruktur Russlands ist es laut Medienberichten und Aussagen von Lokalpolitikern in mehr als 90 Prozent der Regionen zu Treibstoffrationierungen oder -mangel gekommen.
Putin meinte, die Ukraine wolle der russischen Wirtschaft schaden und "ein Klima der Nervosität in der Gesellschaft" schaffen. Das werde ihr aber nicht gelingen, weil "die Sicherheitsreserve des russischen Energienetzes sehr hoch ist", betonte der Präsident.
Als Reaktion auf die russischen Angriffe hat die Ukraine in den vergangenen Monaten vermehrt Öldepots und Raffinerien in Russland ins Visier genommen. Immer wieder kam es dabei zu großen Bränden.