Krise nach Angriffen

Russland rationiert Benzin bis nach Sibirien

Russland kämpft nach ukrainischen Angriffen mit einer Treibstoffkrise. Von der Krim bis nach Sibirien wird Benzin und Diesel bereits rationiert.
Newsdesk Heute
23.06.2026, 11:33
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In Russland verschärft sich die Treibstoffkrise weiter. Nach Angaben regionaler Behörden wurden nun auch in Sibirien Verkaufsbeschränkungen für Benzin und Diesel eingeführt. Besonders betroffen sind die Regionen Omsk und Nowosibirsk, die mehr als 2.500 Kilometer von Moskau entfernt liegen.

Der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, erklärte auf Telegram, dass der Verkauf von Benzin auf 40 Liter pro Fahrzeug begrenzt ist. Diesel wird je nach Standort nur noch in Mengen zwischen 80 und 200 Litern abgegeben, der Verkauf in Kanistern ist untersagt. Diese Maßnahmen sollen Panikkäufe und Spekulationen verhindern.

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Die benachbarte Region Nowosibirsk bereitet ähnliche Einschränkungen vor. In der Region Woronesch begann der Ölkonzern Lukoil ebenfalls mit der Rationierung von Treibstoff. Zuvor war bereits auf der von Russland annektierten Krim der Verkauf von Benzin an Privatpersonen und Unternehmen zeitweise komplett gestoppt worden.

Ukrainische Angriffe treffen Energieinfrastruktur

Die Engpässe werden als direkte Folge verstärkter ukrainischer Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur gewertet. Raffinerien, Treibstofflager, Pipelines sowie wichtige Logistik- und Versorgungswege wurden gezielt attackiert. Besonders auffällig ist dabei, dass die jüngsten Angriffe sogar Ziele in Sibirien trafen, weit entfernt von der Front.

Was anfangs als lokales Problem auf der Krim begann, betrifft mittlerweile das russische Kernland. Die Treibstoffknappheit hat sich von der Krim über Zentralrussland bis in den Osten des Landes ausgebreitet. Russland, als einer der weltweit größten Ölproduzenten, sieht sich nun selbst in Regionen mit bedeutender Energieinfrastruktur zu Einschränkungen gezwungen.

Experten sehen massive Auswirkungen

Nach Schätzungen des US-Unternehmens Energy Intelligence haben ukrainische Angriffe bereits rund ein Drittel der russischen Raffineriekapazitäten beeinträchtigt. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Auch Angriffe auf Straßen, Häfen und Bahnstrecken erschweren den Kraftstofftransport innerhalb Russlands zusätzlich.

Die ukrainische Führung verfolgt das Ziel, die russische Kriegswirtschaft empfindlich zu treffen, da Öl- und Gaseinnahmen wichtige Finanzierungsquellen des Staates sind. Die russischen Behörden betonen, es handle sich um ein vorübergehendes Versorgungsproblem, und die Maßnahmen dienten vor allem dazu, Hamsterkäufe zu verhindern.

Dass nun selbst in Sibirien der Verkauf von Benzin und Diesel rationiert wird, zeigt jedoch das Ausmaß der Krise. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs reichen inzwischen weit über die Frontlinien hinaus und treffen das russische Hinterland.

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