Die Menschen auf der von Russland besetzten Krim bekommen die Folgen des Krieges immer deutlicher zu spüren. Die erfolgreiche ukrainische Drohnenkampagne gegen Treibstofflager und Versorgungsrouten hat zu einer ernsthaften Krise auf der Halbinsel geführt.
Vor allem der Treibstoffmangel macht der Bevölkerung schwer zu schaffen. An Tankstellen bilden sich lange Schlangen, Benzin und Diesel werden knapp. Das trifft nicht nur die Zivilbevölkerung, sondern auch die russischen Truppen auf der Halbinsel.
Wie n-tv.de berichtet, gerät Russland auf der Krim zunehmend in Schwierigkeiten. Die immer erfolgreicheren ukrainischen Drohnenangriffe führen zu einer Versorgungskrise, die sowohl das Militär als auch die Zivilbevölkerung betrifft. Der Kreml findet offenbar keinen Ausweg aus der misslichen Lage.
Besonders problematisch für Moskau: Der Landkorridor zur Krim über die besetzten Gebiete der Ukraine wird immer öfter Ziel ukrainischer Angriffe. Die Versorgung über diesen Weg wird dadurch massiv erschwert.
Die Kertsch-Brücke, die Russland mit der Krim verbindet, wurde bereits mehrfach beschädigt und kann den Bedarf nicht mehr decken. Auch Schiffsverbindungen über das Schwarze Meer sind nach den schweren Verlusten der russischen Schwarzmeerflotte keine sichere Alternative mehr.
Für den Kreml ist die Situation auf der Krim ein doppeltes Problem: Einerseits leidet die militärische Logistik unter dem Treibstoffmangel, andererseits wächst die Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
Die Krim, die Russland 2014 völkerrechtswidrig annektiert hat, gilt als Symbol für Putins außenpolitische Erfolge. Dass nun ausgerechnet dort Versorgungsprobleme herrschen, ist für den russischen Präsidenten ein schwerer Imageschaden.