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Familien von Putin-Offizieren verlassen schon die Krim

Die besetzte Halbinsel Krim steht immer stärker unter Druck. Jetzt könnte der Kreml bald die Reißleine ziehen. Putins Offiziere reagieren bereits.
Newsdesk Heute
15.06.2026, 16:04
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Nach Angaben der ukrainischen Partisanengruppe Atesh plant die russische Militärführung, verbliebene Kommandostrukturen der Schwarzmeerflotte aus Sewastopol abzuziehen und ins 340 Kilometer weiter östlich gelegene Noworossijsk zu verlegen. Das meldet das Institut für Kriegsstudien (ISW) in seinem jüngsten Lageupdate.

Demnach hätten Informanten innerhalb des Flottenhauptquartiers berichtet, dass die Einrichtungen in Sewastopol durch die zunehmenden ukrainischen Angriffe immer stärker eingeschränkt werden.

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Die Versorgung wird immer mehr zum Problem, während die Kommandozentrale laufend an Funktionalität verliert. Der Kreml hatte seine wichtigsten Kriegsschiffe schon vor Längerem in einen vermeintlich sichereren Hafen verlegt. Zu groß waren die Verluste durch ukrainische Drohnen.

Besonders brisant: Laut Atesh sollen bereits erste russische Offiziere ihre Familien aus Sewastopol wegbringen. Zudem würden Immobilien und andere Vermögenswerte verkauft – offenbar in Erwartung weiterer Anweisungen aus Moskau.

Nachschublinien im Visier

Die Krim galt nach der russischen Annexion 2014 lange als uneinnehmbare Festung. In den vergangenen Monaten hat die Ukraine ihre Angriffe auf militärische Ziele auf der Halbinsel jedoch deutlich verstärkt. Immer wieder wurden Luftabwehrsysteme, Munitionslager, Flugplätze und Einrichtungen der Schwarzmeerflotte getroffen.

Zusätzlich berichten ukrainische Quellen von Problemen bei der Versorgung der russischen Truppen auf der Krim. Demnach sollen wichtige Verkehrswege für militärische Transporte teilweise eingeschränkt worden sein. Das würde die Logistik der russischen Streitkräfte zusätzlich erschweren.

Unabhängig bestätigen lassen sich die Angaben derzeit nicht. Auch das Institute for the Study of War (ISW) verweist darauf, dass die Berichte von Atesh bislang nicht verifiziert werden konnten. Die Analysten halten jedoch fest, dass es zunehmend Hinweise darauf gebe, dass ukrainische Angriffe die russischen Militärstrukturen auf der Krim empfindlich treffen.

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