Stand-up-Paddling gehört für viele Urlauber längst zum perfekten Strandtag. Board ins Wasser, Paddel in die Hand und los geht es. Doch wer in Griechenland aufs SUP steigt, sollte die geltenden Vorschriften genau kennen.
Das musste ein Urlauber auf der griechischen Insel Lemnos schmerzhaft erfahren. Sein SUP-Ausflug endete Mitte Juli am Strand von Ai Giannis mit einer saftigen Rechnung - weil er eine wichtige Sicherheitsregel missachtet hatte.
Die Hafenbehörde stellte fest, dass der Mann keine persönliche Rettungsausrüstung bei sich hatte. Aufgrund der fehlenden Schwimmweste verhängte die Behörde eine Verwaltungsstrafe von 250 Euro, berichtet das Portal "Documento News".
Der Fall sorgte anschließend auch im Internet für Aufsehen. Ein Video der Kontrolle wurde auf TikTok veröffentlicht und innerhalb kurzer Zeit zehntausendfach angesehen. Viele Nutzer diskutierten darüber, ob Urlauber die strengen Regeln für Wassersport in Griechenland überhaupt kennen.
In Griechenland gelten für Stand-up-Paddler klare Vorgaben. Wer aufs Board steigt, muss schwimmen können und eine Schwimmweste tragen. Außerdem gilt ein Mindestalter von 15 Jahren.
Pro SUP darf nur eine Person unterwegs sein. Zudem dürfen sich Paddler nicht weiter als 500 Meter vom Strand entfernen. Wer bei Dunkelheit oder schlechten Wetterbedingungen aufs Wasser geht, riskiert ebenfalls Ärger.
Besonders wichtig: Andere Badegäste dürfen weder gefährdet noch zu stark bedrängt werden. Wer mit seinem Board zu nahe an Schwimmer heranfährt, verstößt ebenfalls gegen die Vorschriften.
Die griechischen Behörden nehmen die Regeln offenbar ernst. Kontrollen finden nicht nur auf Lemnos statt, sondern an Stränden im ganzen Land. Dabei geht es nicht nur um SUP-Boards, sondern um Wassersportgeräte generell.