Meeresbiologen schlagen Alarm: Der Rotfeuerfisch breitet sich immer stärker in der Adria aus. Ursprünglich stammt das auffällige Tier aus dem Indopazifik und dem Roten Meer, doch mittlerweile wird es immer öfter entlang der kroatischen Küste gesichtet.
Das bereitet den Forschern große Sorgen, weil der Räuber das empfindliche Ökosystem bedroht. Die Sichtungen haben sich in den letzten Monaten deutlich gehäuft, besonders im Süden der Adria. Experten gehen aber davon aus, dass sich der invasive Fisch noch weiter nach Norden ausbreiten wird.
Das Problem: In der Adria hat der Rotfeuerfisch kaum natürliche Feinde und kann sich deshalb fast ungehindert vermehren. Er frisst kleine Fische und Krebse und bringt damit die heimischen Arten und das Gleichgewicht im Meer in Gefahr.
Auch der Hasenkopf-Kugelfisch breitet sich im Mittelmeer immer mehr aus:
Auch für uns Menschen ist Vorsicht angesagt. Die langen Stacheln auf Rücken, Bauch und Brust des Rotfeuerfisches enthalten ein Gift, das bei Berührung heftige Schmerzen verursacht. Badegäste, Taucher und Fischer sollten also lieber Abstand halten und gefangene Tiere nur mit Handschuhen oder anderer Schutzausrüstung angreifen.
Um die Ausbreitung besser im Blick zu behalten, rufen die Wissenschaftler vom Institut für Ozeanografie und Fischerei jetzt alle Taucher, Fischer, Segler und Wassersportler auf, Sichtungen oder Fänge zu melden. Solche Hinweise helfen den Forschern, die Entwicklung der Population besser zu überwachen.
Auch Rochen gibt es im Mittelmeer:
Das Fleisch des Rotfeuerfisches gilt übrigens als essbar und wird in manchen Mittelmeerländern sogar als Delikatesse angeboten – trotz der giftigen Stacheln. Fachleute empfehlen daher, gezielt Rotfeuerfische zu entnehmen, um die weitere Ausbreitung einzudämmen.
Schon im Sommer des Vorjahres haben italienische Wissenschaftler gewarnt: Durch den Suezkanal ist der Rotfeuerfisch ins Mittelmeer gelangt und wurde 2016 erstmals auch in Italien gesichtet.