Wie heißt es so schön? "Wenn dir das Leben Zitronen bietet, mach Limonade daraus" - zumindest wenn man nach dem US-amerikanischen Schriftsteller Elbert Hubbert geht. Italienische Fischer dürften sich allerdings dieses Mantra ordentlich zu Herzen nehmen, denn anstatt darüber zu weinen, dass die invasive Blaukrabbe die Existenz bedroht, setzt man einfach auf eine ganz andere Delikatesse: Austern!
Wo Muscheln und Schalentiere in den Küstenregionen von Venetien und Emilia-Romagna zur Beute der gefräßigen Blaukrabbe werden, zeigen sich Austern wesentlich widerstandsfähiger, weshalb man nun verstärkt auf die Zucht des schleimigen Weichtieres setzt. Diese Strategie soll Fischer vor allem vor dem Ruin bewahren und die Verluste durch die Blaukrabbe ausgleichen.
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In den letzten Jahren hat die Blaukrabbe zu Schäden in Millionenhöhe geführt, weshalb auch die Wirtschaft aufatmet, wenn die gehobene Gastronomie von Restaurants und Hotels auf den Zug der Austern-Zucht aufspringt. Auch wird gerade genau überprüft, ob die Blaukrabbe selbst zur Delikatesse werden könnte und ob ihr Fleisch wirtschaftlich relevant wäre.
Rom begrüßt die Austern-Strategie ebenfalls und wirbt für "Mehr Austern in Italien", denn durch die Verzweiflung soll das Luxus-Lebensmittel auch endlich einmal erschwinglich sein. Selbst der Steuersatz von üblichen 22 Prozent soll auf 10 Prozent gesenkt werden. Na dann, Mahlzeit.