Juckreiz, wo ihn keiner will

Bis zu fünf Prozent der Österreicher leiden an Juckreiz im Analbereich. Viele Betroffene genieren sich, einen Arzt aufzusuchen. Priv.-Doz. Dr. Peter Komericki von der Uniklinik Graz erklärt, was die Beschwerden auslöst und wie man sie behandelt.

"Pruritus ani" – hinter diesem medizinischen Fachausdruck verbirgt sich für Betroffene ein höchst unangenehmes Leiden. "Der Begriff beschreibt juckende Missempfindungen am Ausgang des Enddarms (Anus), aber auch im Umkreis von einigen Zentimetern um die Analöffnung herum", erklärt Experte Komericki. Die Ursachen können vielfältig sein.

Hämorrhoidal-Leiden kommen ebenso in Frage wie Infektionen, Allergien, Diabetes oder mangelhafte, aber auch übertriebene Hygiene. "Ein kurzfristig auftretender Juckreiz, der von selbst wieder verschwindet, bedarf nicht unbedingt einer diagnostischen Abklärung oder einer Behandlung", sagt Komericki. Hält das Jucken länger an, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Haben Sie keine Angst! Der Dermatologe Ihres Vertrauens wird Sie kompetent beraten und hat absolute Schweigepflicht. Wie ein Pruritus ani therapiert wird, hängt von seinem Auslöser ab. Sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung des Juckreiz ist die richtige Analhygiene von entscheidender Bedeutung. Komericki: "‚Richtig‘ bedeutet dabei ‚gründlich‘, vor allem aber ‚schonend‘." Empfehlenswert ist es, seinen After nach dem Stuhlgang mit warmem Wasser zu reinigen.

Priv. Doz. Dr. P. Komericki, FA f. Dermatologie

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen