Jüngere sollen bei Impfung vorgereiht werden

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SymbolbildDenise Auer
Der Altersschnitt der Covid-Infizierten sinkt. Jüngere sind außerdem seltener im Home Office. Gesundheitsstadtrat Hacker erwägt eine Vorreihung.

Der Altersschnitt der Corona-Infizierten ist so niedrig wie seit September 2020 nicht mehr. Vor exakt einem Jahr lag er bei 56,7 Jahren, aktuell beträgt er 37,6. Die Inzidenz bei den sechs- bis 25-Jährigen ist die höchste aller Altersgruppen und liegt fast 100 Zähler über dem Durchschnitt.

So kommt es auch, dass immer mehr junge Menschen auf den Intensivstationen liegen und schwerere Verläufe durchleben. Ein alarmierendes Bild. Die Wiener Ärztekammer fordert in einer Aussendung deswegen "eine rasche Adaption des nationalen Impfplans". Jüngere sollen vorgereiht werden.

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Diskussion

Notwendig sei das, weil jüngere Menschen entweder in die Schule müssen oder in Branchen und Berufsfeldern arbeiten, in denen man viel Kontakt zu anderen Menschen hat. Zudem haben sie naturgemäß mehr und häufiger wechselnde soziale Kontakte.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hat für diese Forderung grundsätzlich ein offenes Ohr. "Das ist ein sehr ernsthafter Vorschlag, der vieles für sich hat. Wir sollten rasch und gründlich darüber diskutieren", sagt er der Nachrichtenagentur "APA".

Ärztekammer-Vize Gerald Gingold weiter: "Wir hören von der Bundesregierung immer wieder, dass ab Mai zusätzliche Impfstoffe verfügbar sein werden, diese müssen unbedingt auch bei den Jüngeren eingesetzt werden" und "Die jüngere, arbeitende Bevölkerung mit vielen Kontakten im Berufsleben muss geschützt werden, ansonsten werden die Öffnungen eher mehr als weniger Fallzahlen bringen."

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