Niederösterreich

Justizbeamter aus Stein betrog Staat um Tausende Euro

Er bewacht im berüchtigsten Häfen Österreichs Schwerkriminelle und war selbst nicht ganz sauber: Ein Justizwachebeamter musste dafür vor Gericht.
22.02.2022, 15:38

Wegen schweren Betruges musste ein Justizwachebeamter aus NÖ am Dienstag am Landesgericht Krems auf die Anklagebank: Der Mann, der am berühmt-berüchtigten "Felsen" seinen Dienst versieht, hatte über 6,5 Jahre einen zu hohen Fahrtkostenzuschuss erhalten. Denn nach dem Umzug vom Elternhaus in ein Haus näher am Dienstort hatte er die Übersiedelung nicht dem Dienstgeber, dem Bundesministerium für Justiz, gemeldet. Schaden: 3.271,52 Euro.

Weiters hatte der Justizwachebeamte eine Dienstwohnung und eine daraus resultierende Parkgenehmigung. Nach Aufgabe der Dienstwohnung soll der Beamte jedoch weitere sechs Jahre die Stellplatzgenehmigung genützt haben. Der Schaden: rund 3.000 Euro.

Der von Anwalt Nikolaus Rast vertretene Beamte zeigte sich voll geständig und einsichtig. Den Schaden machte er bereits wieder gut. Der noch immer tätige Justizwachebeamte wurde zu acht Monaten bedingter Haft wegen Betruges verurteilt.

Jetzt E-Paper lesen