Er bringt Menschen seit 40 Jahren verlässlich zum Lachen. Am 16. April eröffnet der bayerische Publikumsliebling Michael Mittermeier nach München eine neue Stand-Up-Location im Café Prückel, mitten in Wien: Den "Lucky Punch Comedy Club".
"Es ist eine Herzensentscheidung. Ich will hier die Jungen anschauen, selber spielen und etwas aufbauen. Das mache ich natürlich sehr gerne in einer Stadt, in der ich mich wahnsinnig wohlfühle", erzählt der quirlige 60-Jährige im "Heute"-Gespräch. Gemeinsam mit seiner Frau Gudrun, die Co-Geschäftsführerin des neuen Kabarett-Hotspots ist, hat er sich nun sogar eine Wohnung in Wien gemietet.
"Meine Frau hat beim ersten Club schon gesagt, wir haben wieder ein Kind bekommen. Das ist das Zweite und es ist eine Österreicherin geworden, eine Wienerin." Am 16. April wird eröffnet, Mittermeier selbst betritt erst am 18. April die Bühne. "Es ist ein Megaprojekt. Aus 'wir machen die Bühne niedriger und streichen ein bisschen' wurde eine Kernsanierung. Wer jemals gebaut hat, weiß, was das bedeutet", freut er sich über den Comedy-Club, der ausschaut wie in New York, wo er vor Jahren selbst neben großen US-Comedians wie Dave Chappelle und Louis C.K. aufgetreten ist.
Gespielt wird hier erst dreimal die Woche, später ist auch öfters möglich. "Wir sind flexibel, da wir ja kein Solo-Booking haben, wie andere Kabarettbühnen. Bei uns ist immer Mixed-Show. Wir haben in München Brasilianer, die auf Portugiesisch ihre Solos machen, Latinos, die auf Spanisch spielen, Türken mit türkischem Programm – das reizt uns. Wir stehen in Konkurrenz zu niemandem."
Josef Hader und Michael Niavarani haben schon einen Blick in den Club geworfen. "Die Leute kaufen ein Ticket, Freitag Mix-Show, wir garantieren, es wird ein geiler Abend, egal wer spielt. Weil wir bauen gute Shows. Wenn der Nia um Viertel vor acht anrufen würde, 'kann ich vielleicht zehn Minuten mal was ausprobieren?", dann sage ich, ja, komm." Doch vor allem will Mittermeier mit seinem Stand-Up-Comedyclub "das Missing Link" sein. "Ich bin der Lautsprecher für junge Comedians. Ich mache hier Presse, lege euch einen schönen Raum hin – fühlt euch wohl." Dennoch "hoffe ich natürlich, dass die arrivierten Kabarettisten auch einmal zum Ausprobieren kommen."
Dass er vor wenigen Tagen 60 geworden ist, hat Mittermeier nicht stark beschäftigt. "Mein letztes Jahr war, wie die Jungen sagen, insane. Ich habe zwei eigene Fernsehsendungen und gerade noch eine dritte gelauncht. Ich mache erfolgreiche Touren. Es ist geil, wenn es nach 40 Jahren immer noch so gut läuft."