Blick hinter Bombast-Kulisse

Mega-Bühne für Tosca: "Menschen kommen wegen dem Wow"

Die Oper im Steinbruch St. Margarethen verwandelt sich heuer in Rom um 1800. "Heute" durfte schon einen Blick auf die gigantische Bühne im Bau werfen.
Sandra Kartik
15.04.2026, 14:55
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Mehr als 9.000 Arbeitsstunden stecken heuer in der Herstellung der Mega-Kulisse der "Tosca" in der Oper im Steinbruch St. Margarethen. Giacomo Puccinis Publikumsmagnet wird diesen Sommer von 15. Juli bis 22. August im Burgenland gezeigt.

Bevor die künstlerischen Proben im Juni beginnen, wird bereits fieberhaft an der gigantischen Bühne gearbeitet. 80 Tonnen Stahl und Gerüstbau, 500.000 Schrauben, sechs Kilometer Staffeln und Theaterlatten werden heuer für die "barocke Pracht zwischen Licht und Schatten" gebraucht, die den Steinbruch in Rom um 1800 verwandeln.

1,5 bis 2 Millionen Euro für die Bühne

Das Bühnenbild wird derzeit in der Werkstatt von Winter Artservice in Wien mit viel Liebe zum Detail gebaut. "Viele Menschen kommen wegen dem Wow. Sowas kann man in keinem anderen Opernhaus machen", freut sich Daniel Serafin im "Heute"-Gespräch.

"Wir versuchen natürlich jedes Jahr immer eins draufzulegen. Irgendwann ist man am Plafond. Heuer ist es um einiges aufwändiger, vor allem in den Dimensionen gigantischer", so der Intendant der Oper im Steinbruch weiter. "Das Gesamtbudget für die Produktion beträgt knappe acht Millionen Euro. Die Bühne liegt zwischen eineinhalb und zwei Millionen Euro. Das ist schon ein beachtlicher Teil – es ist aber auch das Herzstück", verrät er.

Gigantische Ausmaße

Bevor "die Kunst reinkommt", also das Ensemble und die Musiker, wird die bombastische Bühnenidee von Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger mit Gold- und Marmoroptik, Skulpturen und monumentalen Bildern umgesetzt. Ein Highlight ist dabei der Hauptaltar, der 24,5 Meter breit und 7,6 Meter hoch ist und ein Gesamtgewicht von 12 Tonnen trägt. Ebenfalls imposant sind die beiden riesigen Kerzenständer am Mittelfelsen, mit einer Höhe von 7,5 und 6,5 Metern.

Weitere optische Höhepunkte sind das 12 Meter hohe und 16,5 Meter breite Heiligtum, das sich auch öffnen lässt. Ein Weihrauchfass, das der Kathedrale in Santiago de Compostela nachempfunden ist, wiegt 40 Kilo und muss von Menschenhand bewegt werden. "Die Messlatte wird immer höher gelegt, die künstlerische ist ohnehin schon sehr hoch. Ich freue mich, wenn es endlich losgeht", sagt Serafin abschließend.

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