Geringe Bewölkung, Schneebedeckung und schwache Windverhältnisse sind die idealen Zutaten für klirrend kalte Nächte. So stürzten bereits in der Nacht auf Samstag die Temperaturen ab. Besonders im Westen wurden zweistellige Minusgrade registriert.
Kältepol war das Tannheimer Tal mit einem Tiefstwert von -15,7 Grad. Noch eisiger war es im Hochgebirge: Etwa am Brunnenkogel in den Ötztaler Alpen wurden bis zu -22 Grad gemessen. Für die Jahreszeit sind diese Werte ungewöhnlich kalt, Rekorde wurden jedoch keine erreicht.
Und jetzt kommt es noch schlimmer: "Das Ganze war nur das 'Warm-up' für die kommende Nacht", schreiben die Meteorologen der GeoSphere Austria auf Facebook. Sie rechnen mit Zitter-Temperaturen: "Prognostiziert werden aktuell bis -16 oder -17 Grad." Die Kälte-Pole werden auch jetzt vorrangig wieder im Westen erwartet.
"Wo es nicht schneit, wird das heute eine eisig kalte Nacht", sagt auch ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber auf X voraus.
Unter dem Einfluss eines Zwischenhochs stellt sich laut UBIMET-Prognose am Sonntag meist sonniges, aber kaltes Wetter ein. Zu Wochenbeginn macht sich dann die Warmfront eines Tiefs von Westen her bemerkbar und sorgt erneut für etwas Schnee und Regen. Stellenweise besteht auch Glättegefahr. Im weiteren Verlauf nimmt der Hochdruckeinfluss wieder zu, wodurch sich das Wetter beruhigt.
In der Nacht auf Sonntag breitet sich der Schneefall auf den Osten und Nordosten aus. Der Schwerpunkt liegt im Weinviertel, aber auch im östlichen Flachland zeichnen sich stellenweise ein paar Zentimeter Schnee ab. Die Modelle deuten auf rund 3 bis 6 cm Schnee hin.
Am Sonntag halten sich im äußersten Osten dichte Wolken, Richtung Marchfeld fällt am Vormittag mitunter sogar etwas Schnee. Sonst bleibt es trocken und verbreitet scheint unter Zwischenhocheinfluss die Sonne. Die Temperaturen liegen bei oder knapp unter 0 Grad, sodass sich im äußersten Osten eine dünne, geschlossene Schneedecke bilden kann.
Erst am Nachmittag ziehen von Westen her kompakte Wolken einer Warmfront und am späten Nachmittag beginnt es im äußersten Westen zu regnen und zu schneien, stellenweise besteht auch Glättegefahr durch gefrierenden Regen! Der Wind weht nur noch schwach bis mäßig aus Nordwest.
Am Montag breiten sich von Westen her leichter Regen und Schneefall aus. An der Alpennordseite schwankt die Schneefallgrenze zwischen tiefen Lagen und 1000 m, vereinzelt besteht Glatteisgefahr. Im Süden schneit es tagsüber bis in die Niederungen, am Abend mischt sich auch dort stellenweise Regen dazu. Am ehesten sind vom Inntal die leicht föhnigen Nordalpen entlang bis zum Alpenostrand trockene Abschnitte mit kurzen Auflockerungen zu erwarten.
Am Dienstag bleibt es meist trüb und zeitweise nass bzw. winterlich, die Schneefallgrenze pendelt weiterhin zwischen den Niederungen und rund 1000 m. Vom Inn- bis ins Mühl- und Waldviertel überwiegen die trockenen Abschnitte, die Sonne zeigt sich aber allgemein kaum.