Kaiserschnitt: Gut oder schlecht für das Kind?

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Nicht nur Hayden Panettiere, die Freundin von Box-Champ Wladimir Klitschko, hat sich für einen Kaiserschnitt entschieden - auch sonst nimmt dieser "Trend" zu. Gut oder schlecht?

Nicht nur Hayden Panettiere, die Freundin von Box-Champ Wladimir Klitschko, hat sich für einen Kaiserschnitt entschieden – auch sonst nimmt dieser "Trend" zu. Gut oder schlecht?

"Für Operationen gibt es medizinische Gründe, die das Eingriffsrisiko rechtfertigen", erklärt Univ.-Prof. DDr. MMag. Barbara Maier, Primaria der Abteilung Geburtshilfe und Frauenheilkunde des Wiener Hanusch-Krankenhauses. Ein Kaiserschnitt (Sectio) ist "indiziert" bei sehr großen wie sehr kleinen Kindern, drohendem Sauerstoff-Mangel oder Querlage des Babys, bei sehr frühen Frühgeburten oder Erkrankungen der Mutter. Eine Rolle spielt auch der Zustand der Gebärmutter und ob eine Frau schon mehrere operative Eingriffe hinter sich hat.

Den Trend zum "Wunschkaiserschnitt" sieht Maier kritisch: "Eine Operation wie der Kaiserschnitt hat ein siebenfach erhöhtes Komplikationsrisiko, unmittelbar wie langfristig. Mittlerweile weiß man, dass Kinder nach Kaiserschnitten ohne vorherigen Wehenbeginn häufiger an Autoimmunerkrankungen wie Asthma und Allergien leiden." Verläuft die Schwangerschaft unauffällig, plädiert Maier für die von Hebamme und Geburtshelfer geleitete Spontangeburt: "Das erlaubt starkes Bonding – die intensive Nähe von Mutter und Kind."

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