In den vergangenen Jahren stieg der Kakaopreis in lichte Höhen. Eine Tonne des edlen Rohstoffs kostete von 2020 bis 2023 im Schnitt immer etwas unter 3.000 US-Dollar. Grund dafür waren Wetterextreme und verheerende Ernteausfälle in Westafrika. Kombiniert mit gestiegenen Produktionskosten (Energie) aufgrund des Ukraine-Kriegs schossen die Preise in die Höhe.
2024 kostete eine Tonne Kakao schließlich unglaubliche 11.000 US-Dollar, 2025 wurde gar die Marke von 13.000 US-Dollar geknackt. Kakao war jetzt also rund viermal so teuer. Nur logisch also, dass auch die Preise von Schokolade ordentlich anzogen.
Besonders gut veranschaulichen lässt sich mit Schoko-Osterhasen, immerhin sind diese genau ein Mal pro Jahr für begrenzte Zeit erhältlich. In Österreich und Deutschland kostet der 100 g schwere Goldhase von Lindt heuer 4,99 Euro. 2020 waren es noch 2,69 Euro, 2024 dann 3,79 und 2025 4,29 Euro, zeigt eine Auswertung der FAZ.
Ein stetiger Anstieg also, der mittlerweile ein Plus von 67 Prozent ausmacht. Doch seit Mai 2025 ist der Kakaopreis im tiefen Sturzflug und mittlerweile wieder auf seine ursprünglichen 3.000 Dollar pro Tonne gesunken. Trotzdem kostet der Osterhase 2026 keine 2,69 Euro, sondern eben 4,99. Und auch die Hasen von Milka und Ferroro wurden deutlich teurer.
Gegenüber der FAZ erklärt der Hersteller Lindt & Sprüngli, dass Kakao nun mal langfristig eingekauft werde, um eine uneingeschränkte Verfügbarkeit zu gewährleisten. "Daher wird es einige Zeit dauern, bis wir die Auswirkungen niedrigerer Kakaopreise spüren werden." Außerdem seien die Preise für weitere Komponenten wie Nüsse, Produktion und Verpackungen eben nicht zurückgegangen.