Teamkollegen und Schiri

Kalajdzic rechnet ab: "Von Dummheit bis Unfähigkeit"

Ein 1:1 mit neun Spielern holte der LASK bei Sturm Graz. Sasa Kalajdzic kritisiert die Schiedsrichterleistung und seine Mitspieler.
Sport Heute
23.04.2026, 11:08
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Dieses Remis saß tief beim LASK. Mit zehn Mann gingen die Linzer im Liga-Hit bei Sturm 1:0 in Führung, mit neun Spielern retteten sie nach Doppel-Rot einen Punkt.

Nach dem 1:1 bei Sturm griff Sasa Kalajdzic zunächst am Rasen ein. Der Führungsspieler hielt seine emotionalen Teamkollegen zurück. Im Sky-Interview sparte der Stürmer dann nicht mit Kritik.

"Machen uns Leben selber schwer"

Auf die Frage, was in dieser Partie drin gewesen wäre, antwortete der ÖFB-Teamspieler deutlich: "Alles. Von Dummheit bis Unfähigkeit." Damit sprach er die Eigenfehler seiner Mannschaft als auch strittige Szenen rund um die Ausschlüsse an.

"Mit einem Mann weniger haben wir die besseren Chancen. Wir machen uns das Leben selber schwer", so Kalajdzic. Gleichzeitig ortete er aber Probleme bei der Spielleitung.

"Darf Temperament nicht verlieren"

Vor allem das fehlende Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters stieß ihm sauer auf. Bereits früh im Spiel sei eine Gelbe Karte für Tornich in einem Laufduell unnötig gewesen.

Zum Platzverweis gegen Teamkollege Adeniran sagte Kalajdzic: "Dann darf Samu sein Temperament nicht verlieren. Er darf nicht so in den Zweikampf gehen, wie er es gemacht hat." Nachsatz: "Wobei davor war es glaub ich ein Foul an ihm. Der ist ihm in den Rücken hineingelaufen."

Dazu kommt ein genereller Vorwurf: Physisch starke Spieler würden laut Kalajdzic oft anders bewertet. "Bei mir und bei 'Samu' werden gewisse Sachen weniger gepfiffen als bei anderen."

Auch Trainer Dietmar Kühbauer sah sein Team auf der Siegerstraße, zumindest bis zum ersten Platzverweis. "Da bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir das Spiel klar für uns entschieden hätten", erklärte er. Nach zwei Ausschlüssen sei es dann nur noch ums Überleben gegangen, der Elfmeter zum Ausgleich habe Sturm zurückgebracht.

"Wir haben in Österreich den Basketball-Gedanken. Bei einer Berührung ist es sofort ein Foul", stellte Kühbauer klar." Die Gelb-Roten Karten waren klar richtig. Meine Spieler wissen, dass wir morgen eine Besprechung haben, da werden wir das klar ansprechen. Wir haben in den letzten Spielen immer die Karten bekommen und der Gegner nicht, das kann man überdenken."

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