Macht Hiddleston doch weiter?

Kann Loki das MCU vor dem Untergang bewahren?

Kleine Spoilerwarnung: Wir verraten an dieser Stelle, was das Finale der Disney+-Serie für die Zukunft des Marvel Cinematic Universe bedeutet…

Fabian J. Holzer
Kann Loki das MCU vor dem Untergang bewahren?
Owen Wilson als Mobius and Tom Hiddleston als Loki.
Marvel/Gareth Gatrell

Die Zeit ist keine Einbahnstraße: Im Finale von Marvels Disney+-Serie "Loki" wurde wahrscheinlich mehr zeitgereist als in sämtlichen Filmen und Serien der Superhelden-Fabrik bisher insgesamt. Das Ende der Serie schließt eine potentielle dritte Staffel praktisch aus und auch Hauptdarsteller Tom Hiddleston gab jetzt in einem Talkshow-Auftritt bei Jimmy Fallon zu, dass sich das Finale auch wie ein Abschluss seiner Rolle als Loki anfühlt. Aber das wird es wohl kaum sein. So, aber jetzt wird gespoilert. Wenn sie nicht erfahren wollen, wie das Finale geendet hat, dürfen sie jetzt nicht weiterlesen. Sie wurden gewarnt… 

Loki, der seine zunächst unfreiwilligen Zeitsprünge immer mehr unter Kontrolle bekommt, reist im Finale hunderte Male in der Zeit zurück, um tatsächlich jahrhundertelang die Dynamik des Zeitflusses mit all seinen möglichen Konsequenzen zu erforschen. Doch am Ende hilft alles nichts, der Zeit-Webstuhl wird durch die unendlichen Abzweigungen von Zeitlinien immer mehr überfordert. Und so ist es Loki selbst, der sich opfert und dem Webstuhl ohne Schutzanzug und Hilfsmittel näher. Abgesehen von dem Zeitreisen hat Loki seine göttlichen Mächte in der Serie noch kaum genutzt, doch jetzt offenbaren sie sich in aller Macht: Denn je näher der Mensch Loki dem Webstuhl kommt, umso mehr verwandelt er sich wieder in den nordischen Gott Loki. Und der greift die Zeitlinien des Webstuhls mit bloßen Händen an, verknotet sie mit seinem Umhang und nimmt nun am Webstuhl, der sich zu einem Thron verwandelt hat Platz. Die Zeitlinien sind nun nicht mehr verknotet, sondern verlaufen parallel. Das klingt jetzt alles nach einem Mischung aus Physik und Zauberei, Marvel halt. Aber in diesen letzten Momenten hat Loki nichts anderes gemacht, als das ominöse Multiversum zu erschaffen, um das sich bei Marvel ja schon seit Jahren alles dreht… 

Der Gott des Schabernacks und ursprünglicher MCU-Bösewicht wird im Finale seiner Spinnoff-Serie zum Gott der Zeit und Gott der Geschichten. In seiner Talkshow sprach Fallon Hiddleston auf eine vieldiskutierte Fan-Theorie an: "Wenn Loki jetzt die Zeit kontrollieren kann, kann er nicht dann auch zurückgehen und Figuren wie Tony Stark/Iron Man finden". Hiddleston konnte sich das Grinsen kaum verkneifen und musste sich konzentrieren, nicht mehr zu verraten als er darf. Er bestätigte die Möglichkeit verstorbene und von den Fans schmerzlich vermisste Figuren wieder zu beleben und meinte nur "Ich kann nur für mich selbst sprechen, Loki ist jetzt schon einige Male gestorben und ich bin immer noch hier…"    

Marvel hat sich mit dem "Loki"-Finale einen potentiellen Weg aus der Zwickmühle geschaffen

Marvel hat sich jetzt einen potentiellen ultimativen Joker geschaffen. Denn egal, was im MCU passieren wird, könnten Superhelden in den verzwicktesten Situationen auf die Hilfe von Loki zurückgreifen, um spielerisch vergangene Fehler auszugleichen. Zu oft darf das aber auch nicht passieren, sonst würden die Handlungen zukünftiger Filme und Serien belanglos werden. Einen Neustart wird es bei Marvel jetzt ohnehin geben müssen, denn die immer komplexer werdenden Handlungsstränge der letzten MCU-Filme haben die Fans scharenweise aus den Kinos ferngehalten. Die Bruchlandung von "The Marvels" mit einem US-Startwochenende mit 47 Mio Dollar Einspielergebnis wird auch ein Weckruf für Marvel sein, die Geschichten zukünftig einfacher zu stricken. Niemand will mehr drei Serien und zwölf Filme gesehen haben müssen, um einen neuen Superheldenfilm komplett zu verstehen.

Immerhin hat Marvel jetzt eine längere Verschnaufpause, denn für 2024 ist nur die Veröffentlichung eines einzigen Films geplant und "Deadpool 3" wird alleine schon wegen der Strahlkraft von Ryan Reynolds als Titelheld zum garantierten Hit. Der Streifen, in dem eine Fan-Fantasy Wahrheit wird und Deadpool gemeinsame Sache mit X-Man Wolverine (Hugh Jackman) machen wird, erscheint im Juli 2024, erst im Februar 2025 soll "Captain America: Brave New World" folgen, in dem Ex-Falcon Sam Wilson (Anthony Mackie) erstmals als neuer Captain America auf der großen Leinwand zu sehen sein wird. Der Film ist bereits abgedreht. Aber für alle weiteren fixierten Projekte wie "Fantastic Four", "Thunderbolts" und "Blade" (alle 2025) und vor allem die neuen "Avengers"-Filme (ab 2026) können und sollten jetzt noch überarbeitet werden.  Die jüngsten Flops wie "The Marvels", die hunderte Millionen Dollar pro Film bedeuten könnten, wären der Grund und die Tatsache, dass jetzt ohnehin Loki die Zeit umschreiben kann, wäre die Möglichkeit…  

Die VIP-Bilder des Tages:

1/129
Gehe zur Galerie
    Schauspieler Florian David Fitz transportiert seinen Hund auf die etwas andere Art.
    Schauspieler Florian David Fitz transportiert seinen Hund auf die etwas andere Art.
    Instagram/florian.david.fitz
    fh
    Akt.