In Ungarn sorgt ein mutmaßlicher Fall von Kannibalismus für Aufsehen: Ein Krankenträger einer Budapester Klinik soll über einen längeren Zeitraum menschliche Leichenteile gesammelt und in seiner Wohnung aufbewahrt haben.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden bei einer Hausdurchsuchung zahlreiche menschliche Überreste gefunden, darunter ein kompletter Unterschenkel, ein Handrücken, mehrere Schädel und ein präpariertes Gesicht.
Der Verdächtige gab bei den Verhören an, sich zu menschlichen Körperteilen hingezogen zu fühlen, und bereits einige davon gekocht und verzehrt zu haben.
Der Mann beschaffte sich die Leichenteile sowohl an seinem Arbeitsplatz als auch durch Ausgrabungen auf Friedhöfen in Ungarn und der benachbarten Slowakei. Über seine Vorlieben soll er offen im Familien- und Freundeskreis gesprochen haben.
Von seiner Sammlung existieren auch zahlreiche Fotos, die von den Ermittlern sichergestellt wurden. Der 30-Jährige wurde bereits am 17. Juni vorläufig festgenommen und befindet sich derzeit unter gerichtlicher Aufsicht.
Die Behörden ermitteln gegen den Mann wegen des Verdachts auf Störung der Totenruhe. Weitere Details zum Motiv oder möglichen Hintergründen sind bislang nicht bekannt.