Kanzler-Ansage: "Jeder Ungeimpfte wird sich anstecken"

PULS 24 Moderatorin Manuela Raidl im Sommergespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz.
PULS 24 Moderatorin Manuela Raidl im Sommergespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz.Puls24
Sebastian Kurz ist sich sicher, dass die Corona-Zahlen weiter steigen. Wenn nötig, werde man dann einige Bereiche für Ungeimpfte schließen müssen.

Im "Puls24"-Sommergespräch mit Manuela Raidl ging es nicht nur um Privates, das Klima oder Afghanistan. Auch die Corona-Krise war selbstverständlich nach wie vor eines der Hauptthemen. Weil die Zahl der Neuinfektionen – fast ausschließlich wegen der ungeimpften Bevölkerung – weiter in die Höhe geht, stehen nun doch wieder Verschärfungen im Raum.

"Wir arbeiten gerade an den Plänen für den Herbst", erklärt Kurz. Das absolute Hauptziel wird aber sein, die Impfquote weiter zu steigern. Obwohl in manchen Altersgruppen die Impfquote an die 90 Prozent beträgt, sind es auf die gesamte Bevölkerung gerechnet lediglich 60. Vor allem jüngere Menschen haben einiges an Aufholbedarf.

Nur noch für Geimpfte

"Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser werden wir durch den Herbst und Winter kommen." Denn: Jeder, der geimpft ist, hat einen guten Schutz. "Wer nicht geimpft ist, wird sich früher oder später anstecken", prognostiziert Kurz. Wenn das dazu führt, dass die Zahlen so stark steigen, dass es wieder zu einer Überforderung der Intensivstationen kommen kann, "dann muss darauf natürlich reagiert werden."

"Wer nicht geimpft ist, wird sich früher oder später anstecken."

Die vielen ungünstigen Faktoren in der Nachtgastronomie (viele ungeimpfte Menschen, Innenräume, dichtes Gedränge, Enthemmung durch Alkohol) machen sie zu einem Bereich, "wo ich der Meinung bin, dort macht es Sinn, wenn es notwendig ist, zu sagen, 'nur noch für Geimpfte'". Das sei besser, als wenn man wieder ganz schließen müsse.

"Wir müssen einen Weg finden, dass es nicht zu generellen Schließungen kommt." Der Freiheit wegen sei es immer noch besser, eine Disco etwa nur Geimpften offen zu halten, als sie ganz schließen zu müssen. "Die Zahlen werden weiter steigen", insbesondere wenn sich jetzt wieder alles ins Innere verlagert. Einen weiteren Lockdown möchte Kurz aber auf jeden Fall ausschließen.

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Sebstian KurzCoronavirusCorona-Impfung

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