Kanzler Kurz erzählt berührende Kinder-Story

Sebastian Kurz
Sebastian KurzALEX HALADA / picturedesk.com
Am Sonntag verkündete die Regierung die Verlängerung des Lockdowns. Dabei erzählte Kanzler Sebastian Kurz berührende Geschichten.

Der Lockdown in Österreich geht in die Verlängerung. Grund für die Verlängerung des Lockdowns ist die neue Virus-Variante aus Großbritannien. Mittlerweile wurden die ersten Fälle in Österreich bestätigt und es häufen sich die Verdachtsfälle. Es ist davon auszugehen, dass das Briten-Virus auch in Österreich bereits verbreitet ist.

Zu den neuen Regeln ab 25. Jänner zählen die Erhöhung der generellen Abstandsregel von einem auf zwei Meter sowie die FFP2-Masken-Pflicht im Handel und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Schulen und Teile des Handels dürfen demnach am 8. Februar wieder öffnen. Gastronomie und Tourismus werden bis Ende Februar geschlossen bleiben. Mitte Februar soll die Situation erneut evaluiert und eine Entscheidung getroffen werden, ob eine Öffnung im März möglich ist.

"Schmerzhafte Ungewissheit"

"Die Virus-Mutation aus Großbritannien ist deutlich ansteckender", erklärte Sebastian Kurz. Sie sei auch in Österreich angekommen und verschärfe die Situation zusätzlich. "Für viele ist nicht nur der Verzicht so schmerzhaft, sondern die Ungewissheit. Ein ehrliches Wort: Auch für uns in der Politik ist die mangelnde Planbarkeit schlimm. Kaum hat man einen Plan, kommt es zu einer Mutation und die Pläne sind über Bord geworfen." 

Die wärmere Jahreszeit bietet Hoffnung, bis Sommer soll es wieder ein Stück Normalität geben. "Uns stehen noch drei harte Monate bevor", so der Kanzler. Nach der Wissenschaft sollten wir einen Zielwert von einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern (entspricht knapp 700 Neuinfektionen pro Tag) erreichen.

Patenkind will wieder in den Kindergarten

Für Kurz ist klar, dass jeder die Situation "satt habe". Wie er bei der Pressekonferenz erzählte, erhalte er viele Briefe. Ein Paar, das erst kürzlich ein Baby bekommen hat, könne derzeit wegen des Lockdowns das Enkelkind nicht den Großeltern vorstellen. Auch sein Patenkind habe ihm geschrieben. "Normalerweise geht er nicht gerne in den Kindergarten", so Kurz. Aber jetzt könne er es gar nicht mehr erwarten wieder hinzugehen und seine Freunde zu treffen.

"Ich weiß, wie belastend die Situation für uns alle ist", so der Kanzler. Er verspricht "gute Wirtschaftshilfen" und eine Fortsetzung der Kurzarbeit. Für Schulen soll es zusätzlichen Förderunterricht geben, um das Versäumte nachzuholen. "Es wird unser schönster Tag sein, wenn wir alle unser normales Leben zurück haben", betonte der Kanzler.

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