Kanzler sagt jetzt an, wer künftig mehr Geld bekommt

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag, 14. Juni 2021, während einer PK nach einem Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt in Wien.
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag, 14. Juni 2021, während einer PK nach einem Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt in Wien.Georg Hochmuth / APA / picturedesk.com
"Wer arbeitet, muss mehr zum Leben haben!", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Und erklärt nun, wie er das in Zukunft bewerkstelligen will.

Mehr Geld zum Leben? Das soll für viele in Österreich bald Realität werden. "Wer arbeitet, muss mehr zum Leben haben!", gab Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag bekannt. Und funktionieren soll das so: "Mit dem Kinderbonus und der Senkung der Einkommenssteuer sind wir hier erste Schritte gegangen. Und diesen Weg der Steuersenkung werden wir auch weitergehen!", schreibt Kurz auf seiner Facebook-Seite.

Im Regierungsprogramm niedergeschrieben sei, dass man "den Weg der Steuersenkung und nicht den Weg der Steuererhöhung" gehen wolle, so Kurz. Menschen in Österreich würden bereits jetzt "sehr, sehr viele Steuern" zahlen, "und das soll weniger und nicht mehr werden", so der Kanzler. Insbesondere ziele das auf Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ab. Diesem Kurs habe sich Kurz "verpflichtet" und "den werde ich auch weiter fortsetzen".

Nach der Einführung des Familienbonus und der Senkung der Einkommenssteuer werde es weitere Steuerreduzierungen geben, versprach Kurz. Dass ÖVP und Grüne trotz Corona-Krise die Steuerreform weiter durchziehen wollen, betonten beide Parteien in der Vergangenheit immer wieder. Sie soll 2021 teilweise und bis 2022 komplett in Kraft treten und geringe und mittlere Einkommen, Unternehmen und Familien entlasten.

Was bisher gesenkt wurde und noch wird

Bis 2022 soll die Lohn- und Einkommensteuer gesenkt werden. Diese Steuersenkung sieht eine Reduktion der untersten Steuertarife, die derzeit mit 25, 35 und 42 Prozent besteuert werden, auf zukünftig nur noch 20, 30 und 40 Prozent vor. Außerdem steigen die Gehälter und Löhne auch so, großteils um 1,5 Prozent, bei Kleinstpensionen um 3,5 Prozent. Mit Ende September 2020 wurde die Steuer für niedrige Einkommen von 11.000 bis 18.000 Euro von 25 auf 20 Prozent gesenkt (siehe Grafik oben), damit rund 30 Euro monatlich mehr für Betroffene rausschauen.

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