Sonne und 15 Grad statt Glatteis und Kälte – bis Samstag bereitet sich Rapid im spanischen Benidorm auf das heiße Frühjahr vor. "Es ist herrlich, die Bedingungen sind top", grinst Ercan Kara im "Heute"-Gespräch.
Im Fokus: Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup. "Er ist sympathisch, ein guter Mix aus Kumpeltyp und Fußball-Lehrer. Er hat eine gute Energie, ist sehr motiviert. Er hat viel mit uns vor."
Unter anderem soll auf ein offensives 4-3-3-System umgestellt werden. Aber: Reichen drei Wochen, um es einzustudieren? "Es muss reichen, mehr Zeit haben wir nicht", sagt Kara. "Wir haben die Qualität, um das hinzubekommen. Wir wissen jedenfalls, dass wir gleich abliefern müssen. Für uns geht es ja mit dem Cup-Viertelfinale in Ried los, dann in der Liga gegen Hartberg. Zwei wichtige Spiele."
Kara will mit möglichst vielen Toren helfen. Vier waren es in der aktuellen Meisterschaft. "Jeder weiß, wie sehr mir Rapid am Herzen liegt. Ich will mit diesem Verein erfolgreich sein, gebe stets alles."
Das war im Herbst nicht bei allen so, soll ein Mitgrund für schlechte Stimmung gewesen sein. "Wenn der Tag lang ist, reden die Leute viel. Aktuell ist die Chemie in der Mannschaft gut. Ein gewisser Konkurrenzkampf gehört dazu." Auch das vermeintliche Verständigungsproblem, das oft thematisiert wurde, wischt Kara vom Tisch. "Heutzutage kann doch jeder zumindest ein bisschen Englisch. Ich selbst war in Amerika, habe dort viel gelernt."
Kara ist seit 3. Jänner 30 Jahre jung. Einer der Gratulanten: Peter Stöger. Über seinen Ex-Coach sagt der Wiener: "Jeder Trainer hat seine eigene Herangehensweise. Seine Vorstellungen haben zum Teil ja auch funktioniert, aber am Ende war es leider nicht das, was er und wir uns erhofft hatten."
Apropos erhofft: Kara, der bei sieben ÖFB-Länderspielen hält, träumt insgeheim, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Auf "Heute"-Nachfrage sagt er: "Ins Nationalteam kommst du erst, wenn du beim Verein lieferst. Wenn ich bei Rapid meine Tore mache, wird Ralf Rangnick schon auf mich schauen. Der Rest liegt dann nicht in meiner Hand. Ich kenne meine Qualitäten, habe sie schon ein paar Mal bewiesen. Ein Ercan Kara im Kader ist immer gut."