Nach der 0:3-Niederlage gegen Spanien ist es amtlich: ÖFB-Rekordtorschütze Marko Arnautovic beendete unter Tränen seine Karriere im Nationalteam. Im Fernsehen war zu sehen, wie er nach dem Spiel in Socken über den Platz ging. Sichtlich gerührt nahm er Abschied. Gegenüber "ServusTV" sagte er: "Beim Schlusspfiff war mir klar, dass es für mich das letzte Mal war. Es fühlt sich katastrophal an, aber ich habe schon genug geweint. Über die WM sagte er: "Das Ausscheiden trifft mich hart, weil ich weiß, dass ich meine zweite Familie am Platz nicht mehr sehen werde."
Sein Debüt gab der Wiener am 11. Oktober 2008 beim blamablen 1:1 auf den Färöer-Inseln unter Teamchef Karel Brückner. Damals wurde er in der 81. Minute eingewechselt. Seinen ersten Treffer erzielte er ziemlich genau zwei Jahre später beim 3:0 gegen Aserbaidschan und schnürte dabei gleich einen Doppelpack.
Unvergessen bleiben neben seinen sportlichen Erfolgen aber auch die legendären Sager des 37-Jährigen, der zu Beginn seiner Karriere immer wieder mit disziplinären Problemen zu kämpfen hatte. "Für mich auch Mahlzeit" oder "Shampoo" wurden zu geflügelten Worten einer ganzen Fußballgeneration.
Die sportlichen Höhepunkte folgten wenig später. Die erste EM-Endrunde 2016, die EM 2021, bei der er Österreich im Achtelfinale gegen Italien kurz vom Sensationsaufstieg träumen ließ, und schließlich die EM 2024. Mit seinem Treffer gegen Polen legte Arnautovic den Grundstein für den historischen Gruppensieg vor Frankreich und den Niederlanden. Unvergessen ist auch das 10:0 in der WM-Qualifikation im Oktober 2025 gegen San Marino, bei dem er sich mit vier Treffern zum alleinigen Rekordtorschützen der ÖFB-Geschichte machte und damit Toni Polster überholte.
Den perfekten Schlusspunkt setzte er schließlich bei der WM 2026. Nach dem dramatischen Last-Minute-3:3 gegen Algerien stand Österreich erneut in der K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft und Arnautovic verabschiedete sich genau dort, wo er immer sein wollte: auf der großen Bühne. Dort war gegen Spanien nun Schluss. Nach 18 Jahren im Nationalteam ist nun Zeit, Abschied zu nehmen. Einer der größten Fußballer der österreichischen Geschichte sagt Servus. Dass er ein Abschiedsspiel bekommen wird, scheint sicher. Danke für alles, Marko.