Markus Pink (1.), Alessandro Schöpf (33.) und Angelo Gattermayer (51.) hatten für die Lavanttaler genetzt, mit schnellen Gegenzügen die Hintermannschaft der Bullen schlecht aussehen lassen. Der Ehrentreffer von Yorbe Vertessen (61.) war nur Kosmetik, konnte an der ersten Saisonniederlage Salzburgs nichts mehr ändern. Zwar bleiben die Bullen vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz, haben aber nur einen Zähler aus den letzten beiden Spielen geholt.
Deshalb war Coach Thomas Letsch die Unzufriedenheit nach dem Schlusspfiff deutlich anzumerken. "Wir haben eine klasse Trainingswoche, reden darüber, dass es hier um Kampf gehen muss. Und nach einer Minute kommt ein langer Ball, wir verteidigen katastrophal, als ganze Mannschaft schlecht, und es steht 0:1", analysierte der Deutsche bei "Sky" den Blitzstart der Kärntner ins Spiel.
In der Folge hätte sein Team zwar viel Bellkontrolle gehabt, aber "nichts Gefährliches" in der Offensive zusammengebracht. "Und der WAC spielt den Ball hinter unsere Kette und es brennt jedes Mal lichterloh. Das war nicht genug von uns. Wenn wir so verteidigen, dann kannst du hier nichts holen. Es gibt viel, über das wir reden müssen. Eine gute Trainingswoche nützt nichts, wenn wir heute nicht performen", ergänzte Letsch angesäuert. "
Dass der Deutsche das ungewohnte 4-2-3-1-System aufbot, wollte der Salzburg-Trainer nicht als Ausrede gelten lassen. "Heute müssen wir nicht über das System, sondern über die Basics, über die Bereitschaft, reden. Das war nicht gut genug", so der 57-Jährige, und betonte: "So, wie wir uns heute präsentiert haben, dürfen wir uns in Zukunft nicht mehr präsentieren."