"Das war ein absolut schwarzer Tag, auch sportlich", sagte Markus Katzer am Sonntag auf "Sky". Der Rapid-Geschäftsführer hatte soeben eine 0:2-Pleite gegen die Austria gesehen – und einen Pyro-Eklat der grün-weißen Fans.
Einige Chaoten feuerten im Finish Bengalos und Leuchtraketen aus dem mit 1.600 Personen gefüllten Gästeblock. Das Match musste kurzfristig unterbrochen werden, ein Abbruch drohte. "Es ist schrecklich, das gehört nicht auf den Fußballplatz, da gibt es keine zweite Meinung", stellte Katzer klar. "Es ist aber nur kleine Gruppe, ich will nicht alle in einen Topf werfen."
Der 46-Jährige weiter: "Das hat hier nichts verloren, vor allem, wenn man Bengalen auf die Tribüne rüberwirft, wo vielleicht Familien sitzen, das ist nicht schön."
Austria-Kapitän Manfred Fischer verriet, dass unter anderen seine Frau, Schwester und Schwiegereltern in besagtem Sektor saßen, dann die Flucht ergriffen. "Es gibt so große Probleme auf der Welt, warum muss man dann ein Fußballspiel auch noch zerstören? Ich verstehe es nicht", rätselte das "Veilchen".
Für Rapid wird der Eklat ein Nachspiel haben. "So wird es schwierig, dass es nicht wieder Sanktionen gibt. Ich bin extrem enttäuscht."
Neuzugang Andreas Weimann meinte: "Wir verstehen den Frust der Fans, aber sowas wollen wir nicht sehen."
Die Bundesliga kündigte bereits an, den Skandal zeitnah zu behandeln. "Sollte der Senat zum Entschluss kommen, dass die Bewährungsauflagen verletzt wurden, werden für drei Topspiele der Heimfan-Sektor sowie der gegenüberliegende Fansektor gesperrt (sodass kein alternativer Fansektor gebildet werden kann). Obendrein werden die heutigen Vorfälle seitens der Fans des SK Rapid sanktioniert", gab die Liga via "Sky" bekannt.