Der Traum von der Conference League ist geplatzt – und könnte bei Rapid jetzt zu einem regelrechten Transfer-Beben führen. Nach dem Scheitern gegen Heart of Midlothian muss Sportboss Markus Katzer seine Kaderpläne neu überdenken und deutet bereits mögliche Abgänge an.
Nur wenige Minuten nach dem Aus im Elfmeterschießen richtete der Ex-Profi den Blick auf die Konsequenzen. "Wir haben den Kader bis vor 30 Minuten so ausgelegt, dass wir international spielen. Wir werden sehen, was in den nächsten Tagen passiert", begann Rapids Sport-Boss vielsagend.
Eine klare Ansage des Sportbosses: Neue Spieler werden nach dem Europacup-Aus vorerst nur dann kommen, wenn sich auf der anderen Seite etwas tut.
"Wir werden keinen Spieler verpflichten, ohne, dass wir einen abgegeben haben. Es gibt reges Interesse an einigen unserer Spieler", erklärte Katzer. Damit könnten die letzten Transfertage in Hütteldorf noch einmal turbulent werden.
Finanziell wiegt das Ausscheiden schwer. Alleine für den Einzug in die Ligaphase hätte Rapid 3,17 Millionen Euro kassiert. Dazu wären Prämien von 400.000 Euro pro Sieg und 133.000 Euro pro Remis gekommen.
Für Katzer ist vor allem die Art des Ausscheidens schwer zu verdauen. Rapid hatte das Playoff trotz Führung, Heimvorteil und Überzahl noch aus der Hand gegeben.
"Wir sind zum ersten Mal in den letzten Jahren nicht in der Ligaphase. Das ist natürlich bitter. Aber wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir haben am Sonntag gegen Sturm ein wichtiges Ligaspiel", so Katzer. Viel Zeit zum Verarbeiten bleibt tatsächlich nicht. Bereits am Sonntag wartet mit Sturm Graz der nächste Kracher, drei Tage später folgt das Nachtragsspiel bei Salzburg.