Beim Juryfinale des Eurovision Song Contest gab die internationale Jury bereits ihre Wertungen ab. Für die Fans in der ausverkauften Stadthalle war es gleichzeitig der erste echte Stimmungstest am Vorabend des großen TV-Finales.
Und obwohl bei den Performances nahezu alles glatt lief, fiel vor Ort eines besonders auf: Die Reaktionen in der Halle waren auffallend unausgeglichen. Manche Stars wurden mit großem Jubel gefeiert, während bei anderen die Halle viel ruhiger blieb.
Österreichs Hoffnung Cosmó sorgte mit "Tanzschein" für einen der lautesten Momente des Abends. Doch trotz Heimvorteil hat ihn eine Person übertrumpft. Die Fans in der Halle scheinen ihre Favoritin bereits gewählt haben – denn nur bei einer Person war der Applaus noch deutlich lauter: Australiens Superstar Delta Goodrem.
Mit ihrem glamourösen Auftritt in Gold übertraf sie den Lautstärkenpegel aller anderen Acts und brachte die Halle zum Beben. Wenn es also nach dem Publikum in der Halle geht, ist sie mit ihrem Superstar-Auftritt die klare Favoritin.
Ganz anders sah es dagegen bei anderen Ländern aus. Bei Leléka aus der Ukraine war es auffallend ruhig – vor allem im Vergleich zu Griechenlands Akylas, der direkt vor der Ukrainerin auftrat. Auch "Look Mum No Computer" aus dem Vereinigten Königreich konnte das Publikum nur zum Teil mitreißen. Die Fans in der Wiener Stadthalle haben ihre Entscheidung also bereits getroffen – jetzt liegt die Entscheidung bei Millionen TV-Zuschauern in ganz Europa.