Während die Top-Favoriten aus Finnland gezielt nicht mit österreichischen Medien sprechen wollen, nutzt ein anderer seine große Chance: Griechenlands ESC-Hoffnung Akylas (27) zeigt sich in Wien offen, sympathisch und nahbar. Mit seinem Song "Ferto" zählt er neben Finnland zu den größten Anwärtern auf den Sieg beim großen ESC-Finale am kommenden Samstag, dem 16. Mai.
Was jedoch kaum jemand weiß: Hinter dem schillernden Auftritt steckt eine bewegende Lebensgeschichte. Akylas brach die Schule ab und hielt sich jahrelang mit Gelegenheitsjobs über Wasser – unter anderem als Tellerwäscher oder Kreuzfahrtschiff-Animator. Lange wusste er nicht, wie er seine Rechnungen bezahlen sollte.
Erst durch die Social Media Plattform TikTok änderte sich für ihn plötzlich alles. Dort machte er mit seiner Musik auf sich aufmerksam, schaffte es in den griechischen ESC-Vorentscheid – und setzte sich durch.
"Vor ein paar Wochen habe ich noch als Straßenmusikant in Athen von ein paar Euro gelebt, hab nicht gewusst wie ich meine Rechnungen zahlen soll und jetzt vertrete ich Griechenland beim Eurovision – ein Traum", erzählt er im Gespräch mit Dominic Heinzl.
Und Wien scheint für den 27-Jährigen inzwischen mehr als nur eine ESC-Station zu sein. "Ich kann es kaum erwarten wiederzukommen, nicht beruflich, sondern privat. Weil ich dieser Stadt so viel verdanke – sie hat mein Leben zu 100 Prozent verändert."