San Marino setzte im ersten ESC-Halbfinale in Wien auf einen Superstar: Die 80er-Ikone und "Karma Chameleon" Sänger Boy George sollte den Mini-Staat endlich zum ersehnten Erfolg führen. Mit dem Song "Superstar" waren die Erwartungen riesig – doch der Traum vom ESC-Triumph platzte bereits im Semifinale.
Gemeinsam mit der italienischen Sängerin Senhit präsentierte er den heurigen Song von San Marino – wobei man von "gemeinsam" fast nicht reden kann.
"Es ist recht wenig Boy George, also genießen sie ihn," kündigte ORF-Kommentator Andi Knoll bereits vor der Performance an. Und tatsächlich: Das Lied dauerte drei Minuten, doch Boy George war nur rund eine Minute auf der Bühne zu sehen – gesungen hat er gerade einmal 15 Sekunden. Den Großteil der Show übernahm also Senhit mit Tänzern auf der Bühne.
Für San Marino kam danach die für viele Fans schockierende Nachricht: Der Act schaffte es nicht unter die Top 10 des ersten Halbfinales. Damit ist der ESC-Traum für den Kleinstaat geplatzt – trotz internationalem Superstar an Bord.
In den sozialen Medien zeigen sich die Boy George Fans schockiert. "Ich kann es nicht glauben, dass er sich nicht qualifiziert hat," schrieb ein User. Andere kommentierten: "Verstehe das nicht" oder "Ich bin so enttäuscht."
"Mr. Song Contest" Andi Knoll fasste nach dem Voting zusammen: "Auch eine 80er-Ikone hat der Senhit nichts genützt. Große Namen tun sich hier oft schwer beim Song Contest."