Leser

Kaum Corona-Symptome, dann fand Bruder toten Pascal

Pascal P. (20) infizierte sich mit dem Coronavirus. Die Krankheit verlief mild – vier Monate später lag er leblos im Bett. Jetzt warnt sein Vater.
Maxim Zdziarski
15.03.2021, 19:16

Die Geschichte des 20-jährigen Krankenpflegers im Emmendinger Kreiskrankenhaus (Baden-Württemberg, Deutschland) ging vor wenigen Wochen durch die Medien – auch "Heute"berichtete über Pascals mysteriösen Tod. Nun spricht Klaus P., der Vater des verstorbenen Hobby-Kickers, im "Heute"-Gespräch, über das schreckliche Schicksal seines Sohnes und warnt vor den Spätfolgen einer Corona-Infektion. 

"Vor ziemlich genau einem Jahr infizierte sich unser Pascal im Rahmen seiner Ausbildung als Krankenpfleger mit dem Coronavirus", erzählt Klaus. Nachdem die Krankheit bei dem 20-Jährigen aber nur äußerst mild verlief, machte sich niemand ernsthafte Sorgen. Lediglich der Verlust des Geruchs- und des Geschmacksinns ließ sich als klassisches Symptom feststellen. "Unser Sohn hatte nicht einmal Fieber. Er fühlte sich etwas schlapp, aber das war's auch schon", so der trauernde Vater im "Heute"-Talk. Zwei Wochen später ging der Krankenpfleger wieder seiner Arbeit nach.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Bruder fand ihn leblos im Bett

Doch am 14. Juli, also etwa vier Monate nach der Corona-Erkrankung, wurde Pascal von seinem Bruder tot im Bett aufgefunden. Der junge Mann war in der Nacht gestorben. Dabei war er immer sportlich und kerngesund. Zwei Tage vor seinem tragischen Ableben war er sogar noch beim Fußballtraining seines Heimatvereins SC Kappel.

"Tod darf nicht sinnlos sein"

"Als Pascal vom Training nach Hause kam, fühlte er sich total müde", erzählt sein Vater gegenüber "Heute". Er klagte über Herzstechen und wollte sich nach seiner geplanten Abschlussprüfung ein Belastungs-EKG machen lassen. Leider kam es nicht mehr dazu. Die Unfallkasse stufte ihn letztendlich als Corona-Opfer ein. Die exakte Todesursache konnte durch die Obduktion aber nicht mehr ermittelt werden.

Ärzte gehen jedoch davon aus, dass Pascal durch das Coronavirus möglicherweise eine Herzmuskelentzündung erlitten hatte. Gerade bei milden Krankheitsverläufen gehört diese oft zu den Spätfolgen. Nun möchte Klaus mit dem Tod seines Sohnes andere junge Menschen wachrütteln: "Wir gehen gerade durch die Hölle, doch der Tod unseres Pascals darf nicht sinnlos sein. Sowas darf nicht noch einmal passieren. Covid-19 kann auch bei milden Verläufen lebensgefährlich sein!" 

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen