Allergischer Schock

"Kaum zu begreifen" – Österreicher von Hornisse getötet

Der plötzliche Tod von Florian S. erschüttert Hohenzell. Der 32-jährige Allergiker starb nach einem Hornissenstich, mehrere Feste wurden abgesagt.
André Wilding
25.08.2026, 09:53
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Hohenzell steht nach dem unerwarteten Tod eines 32-Jährigen unter Schock. Florian S., der sich in mehreren Vereinen seiner Heimatgemeinde engagierte, starb am vergangenen Donnerstag infolge eines Hornissenstichs. Die Anteilnahme in der rund 2.300 Einwohner zählenden Gemeinde ist enorm.

"Er war einfach ein guter Mensch. Egal, wann und warum man ihn angerufen hat, Florian war sofort zur Stelle und hat immer geholfen, wenn er gebraucht wurde", sagt Bürgermeister Thomas Priewasser im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten". Die Trauer im Ort sei "riesengroß".

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Notarzt konnte Florian nicht mehr retten

Den Hornissenstich hatte Florian im Gemeindegebiet von Mettmach erlitten. Laut dem Bürgermeister war der 32-Jährige Allergiker. Seinen Adrenalin-Pen dürfte er zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht bei sich gehabt haben.

Der Notarzt war rasch vor Ort. Trotz des Einsatzes der Rettungskräfte konnte das Leben des Kfz-Mechanikers nicht mehr gerettet werden. Seine Angehörigen wurden anschließend von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Priewasser kannte den 32-Jährigen bereits seit Jahrzehnten. "Unsere Elternhäuser sind fast nebeneinander. Florian war mit sehr großem Engagement bei mehreren Vereinen aktiv. Erst vor Kurzem hat er seine Jagdprüfung gemacht", erzählt der Bürgermeister gegenüber den "OÖ Nachrichten".

"Jeder hatte ihn gerne um sich"

Florian engagierte sich unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr Emprechting, wo er als Kassier tätig war. Zudem gehörte er dem Hohenzeller Musikverein an.

"Jeder hatte ihn gerne um sich. Der Tod ist für uns alle noch immer kaum zu begreifen, weil so unerwartet und viel zu früh gekommen ist", sagt Priewasser gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten".

Erst im Februar war Florian für sein Engagement bei der Feuerwehr mit der Bezirks-Feuerwehrverdienstmedaille in Silber ausgezeichnet worden.

Auch das Bezirksfeuerwehrkommando Ried erinnert an den Verstorbenen: "Für sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste wurde er erst im Februar dieses Jahres mit der Bezirks-Feuerwehrverdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Er stand beispielhaft für jene Kameraden, auf die in jeder Situation Verlass ist. Mit seiner enormen Hilfsbereitschaft, seiner ausgeprägten Menschlichkeit und seiner humorvollen Art war er im gesamten Bezirk, im Abschnitt Ried-Süd, vor allem aber in seiner Heimatgemeinde Hohenzell allseits geschätzt und beliebt. Florian hinterlässt in unserer Feuerwehrgemeinschaft eine schmerzhafte Lücke. Seine Kameradschaft und sein Lächeln werden uns stets in dankbarer Erinnerung bleiben".

Unter dem Beitrag finden sich zahlreiche Beileidsbekundungen. Auch seine Kameraden aus Emprechting nehmen Abschied: "Er war uns allen nicht nur ein Kamerad, sondern ein Freund, wie man ihn nicht leicht findet. Wir werden ihn nie vergessen".

Mehrere Feste abgesagt

Wie tief die Trauer in Hohenzell sitzt, zeigt sich auch im Veranstaltungskalender. Das für vergangenen Samstag geplante Reblausfest wurde nach Florians Tod abgesagt.

Auch die für 13. September geplante Fahrzeugsegnung bei der Feuerwehr Emprechting wird nicht stattfinden. Das Hoffest der Ortsbauernschaft am kommenden Freitag wurde ebenfalls verschoben.

"Das unterstreicht, wie groß die Anteilnahme ist und was dieser tragische Tod in unserer Gemeinde ausgelöst hat", sagt Bürgermeister Priewasser zu den "OÖ Nachrichten".

{title && {title} } wil, {title && {title} } 25.08.2026, 09:53
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