Kein Aufatmen – Experten haben düstere Corona-Prognose

Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu.
Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu.Waltraud Grubitzsch / dpa / picturedesk.com
Am Mittwoch wurde mit 11.398 Neuinfektionen in Österreich ein neuer Rekordwert erreicht. Laut Prognosen bleiben die Zahlen im "fünfstelligen" Bereich.

Die Corona-Situation in Österreich ist besorgniserregend. Am Mittwoch wurden 11.398 neue Fälle und 23 Tote vermeldet. Das ist ein trauriger Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich stehen vor einem Lockdown, da in den Spitälern keine Kapazitäten mehr vorhanden sind.

Laut Experten-Prognosen dürfte sich die Lage in den nächsten Tagen und Wochen nicht verbessern. Mindestens bis nächste Woche wird es mit den Neuinfektionen "fünfstellig" weitergehen. Erst dann können sich Effekte von 3-G am Arbeitsplatz zeigen, das wird aber für die Krankenhäuser vermutlich nicht reichen.

Intensiv-Überlastung schon am 24. November

Wie das Covid-Prognose-Konsortium in einem Reporting schreibt, wird in den nächsten Tagen eine 7-Tages-Inzidenz im Bereich von 910 bis 1200 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet. Die geringste Inzidenz wird in Wien und die höchste Inzidenz in Salzburg erwartet.

Der Effekt der erhöhten Durchimpfung (sowohl Erst- als auch Boosterimpfungen) werde sich erst in den kommenden Wochen auf die Infektionsdynamik auswirken. 

Das Erreichen der systemkritischen Auslastung im intensivmedizinischen Bereich rückt zudem näher. "Die Überschreitung der 33-prozentigen Auslastungsgrenze ist am 24. November in allen Bundesländern möglich". Damit ist gemeint, dass jedes dritte Bett mit einem Covid-19-Patienten belegt ist, was wichtige Ressourcen für alle übrigen Notfälle bindet.

In einer Belagsprognose gehen die Experten davon aus, in zwei Wochen im schlimmsten Fall mehr als 900 Corona-Patienten auf Intensivstationen liegen könnten. Der errechnete Mittelwert liegt bei "nur" 748 Intensivpatienten. Davon rechnen die Experten alleine in Oberösterreich mit mehr als 200 Fällen.

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